1941837

Microsoft findet immer mehr infizierte PCs

08.05.2014 | 09:59 Uhr |

Microsoft hat festgestellt, dass sich die Zahl der mit Schadsoftware verseuchten Windows-Rechner zuletzt deutlich erhöht hat. Das haben die Redmonder in ihrem neuesten Security Intelligence Report mitgeteilt.

Demnach sei die durchschnittliche Infektionsrate bei Windows-Rechnern im vierten Quartal 2013 drei Mal höher gewesen als im dritten Quartal 2013. In konkreten Zahlen bedeutet das: 17 von 1000 Windows-Rechner waren mit einer Malware infiziert.
 
Vor allem der Trojaner Rotbrow trug laut Microsoft zu dem Anstieg bei. Ihn soll die Sicherheitssoftware von Microsoft, womit vermutlich Defender (und die darin integrierten Microsoft Security Essentials) gemeint ist, besonders häufig gefunden haben. Die Fundquote des Defenders lässt laut Microsoft durchaus aussagekräftige Rückschlüsse zu, weil Defender Microsoft zufolge auf mehr als 800 Millionen Windows-Rechnern weltweit im Einsatz sei.
 
Rotbrow ist eine besonders fiese Schadsoftware, die sich als Sicherheits-Addon für Browser tarnt und sich beim Besuch einer Webseite auf den Windows-PC herunterlädt. Ist das Tool erst einmal installiert, dann lädt es nach einer gewissen Wartezeit die eigentliche Malware aus dem Internet nach. Dazu nimmt Rotbrow Kontakt zu einem Command-and-Control-Server auf. Rotbrow gehört also zur Kategorie der so genannten Dropper.
 
Sicherheitsexperten fordern deshalb, dass Sicherheitssoftware besser dahingehend optimiert werden sollte, dass sie solche „Dropper“ erkennt, wenn diese anfangen Malware herunterzuladen.
 
Microsoft warnt darüber hinaus vor einer neuen Strategie der Angreifer. Demnach würden Virenprogrammierer ihre Schadprogramme immer öfter mit harmlosen und bekannten Freeware-Tools zu einem Bundle schnüren, als Download anbieten und so geschickt getarnt verbreiten.
 
Als drittes großes Sicherheitsproblem warnt Microsoft vor ungepatchter Software. Denn Angreifer würden vor allem neue Sicherheitslücken ausnutzen, diese müssten deshalb umgehend geschlossen werden.
 
Eine gute Nachricht hat Microsoft aber auch noch: Der Anteil der Lücken in Microsoft-Programmen, die sich per Fernzugriff ausnutzen lassen würden, sei von 2010 auf 2013 um 70 Prozent gesunken.
 

0 Kommentare zu diesem Artikel
1941837