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Mann verhaftet: Microsoft durchsucht Nutzerdaten nach Kinderpornos

07.08.2014 | 14:30 Uhr |

Auch Microsoft hilft bei der Jagd nach Pädophilen – und scannt OneDrive beziehungsweise Hotmail/Outlook.com nach entsprechenden Bildern. Das führte nun zur Verhaftung eines Mannes, der Kinderpornos gespeichert hatte.

Nicht nur Google durchsucht die digitale Post seiner Nutzer nach kinderpornografischen Bildern: Wie jetzt bekannt geworden ist, hat ein entsprechender Hinweis von Microsoft auf kinderpornografisches Material zu einer Verhaftung geführt. Dabei soll es sich um einen Mann aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania handeln, der auf seinem OneDrive-Speicher Kinderpornos abgelegt hatte und diese Aufnahmen mit anderen Nutzern tauschte. Konkret soll es sich um die Aufnahme eines jungen Mädchens gehandelt haben. Zudem habe der Verdächtige zwei illegale Fotos via Hotmail/Outlook.com online verschicken wollen.

Microsoft habe das kinderpornografische Material aber nicht direkt der Polizei übergeben, sondern dem National Center for Missing and Exploited Children. Diese Einrichtung informierte dann die Polizei. Im Falle von Google war die Vorgehensweise ähnlich gewesen.

Die Polizei folgte dem Hinweis von Microsoft und nahm den zwischen 20 und 30 Jahre alten Mann am 31. Juli 2014 fest, wie verschiedene US-Medien berichten. Der Mann soll mittlerweile eingeräumt haben, dass er das Bild über den kik-Messenger erhalten habe. Zudem habe er kinderpornografisches Material auf seinem Smartphone besessen.

Microsoft sucht nach Kinderpornos

Microsoft durchsucht demnach planmäßig Mails aus Outlook/Hotmail und Dateien, die auf OneDrive liegen, mit Hilfe seiner PhotoDNA-Technologie nach kinderpornografischem Material. Dabei kommen Algorithmen zum Einsatz, die Kinderpornos automatisiert erkennen können. PhotoDNA erstellt eine einzigartige Signatur von jedem Foto, ähnlich einem Fingerabdruck. Damit lassen sich die Fotos dann einwandfrei identifizieren. Das soll sogar dann noch funktionieren, wenn die Fotos mit Hilfe einer Bildbearbeitung verändert worden sind.

Google, Twitter und auch Facebook nutzen diese PhotoDNA-Technik von Microsoft ebenfalls zum Aufspüren von Kinderpornos. Alle diese Unternehmen speisen ihre Ergebnisse in eine gemeinsame Datenbank für illegale Kinderporno-Aufnahmen ein.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Polizei einen 41 Jahre alten Mann festgenommen, weil er auf Google Drive Kinderpornos gespeichert hatte. Google betonte in diesem Zusammenhang, dass es die Inhalte seiner Nutzer ausschließlich nach Kinderpornos durchsuche. Wer also einen Banküberfall oder einen Terroranschlag via Googlemail plane, den dürfe Google eigentlich nicht erwischen…

Google macht Jagd auf Kinderpornos
 

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