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Mozilla verliert 6 bis 9 Mio. Firefox-Kunden durch fehlende Windows-Browserauswahl

01.11.2012 | 05:57 Uhr |

Aufgrund der fehlenden Browser-Auswahl in Microsofts neuester Windows-7-Version sind Mozilla eigenen Schätzungen zufolge sechs bis neun Millionen Firefox-Downloads durch die Lappen gegangen.

Obwohl die Europäische Union Microsoft in der Vergangenheit zur Integration einer Browser-Auswahl in seinen Betriebssystemen gezwungen hatte, verschwand selbige mit der Installation des Service Pack 1 für Windows 7 wieder von den PCs europäischer Windows-Nutzer – für ganze 17 Monate.

Laut Schätzungen von Firefox-Entwickler Mozilla sind dem Unternehmen dabei mehrere Millionen Downloads entgangen. Wie Harvey Anderson, Vice President of Business Affairs and General Counsel, bestätigt, hat die fehlende Browser-Auswahl Mozilla zwischen sechs und neun Millionen potenzielle Firefox-Nutzer gekostet. Sollte sich das Unternehmen entschließen, den Fall vor Gericht zu bringen, könnte Microsoft eine Strafe in Millionenhöhe für entgangene Einnahmen drohen.

EU-Gericht bestätigt Strafe gegen Microsoft

Wie Anderson weiter anführt, wären die Firefox-Downloads mit dem Auftauchen des Windows-7-Service-Packs um 63 Prozent zurückgegangen. Nachdem der technische Fehler im Juli behoben wurde, verzeichnete das Unternehmen einen sprunghaften Anstieg um 150 Prozent.

Die Europäische Union hat bereits im Juli ein Kartellverfahren gegen Microsoft eingeleitet. Sollte es dem Konzern nicht gelingen, die EU-Kommission zu überzeugen, dass es sich bei der fehlenden Browser-Auswahl um einen unbeabsichtigten Software-Fehler gehandelt hat, droht den Redmondern eine Strafe in Höhe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.

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