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Microsoft zieht Bilanz aus Mystery Shopping-Aktion

17.11.2006 | 12:45 Uhr |

Um Softwarepiraterie auszumachen und dagegen vorzugehen, hat Microsoft diverse Maßnahmen ersonnen. Eine davon ist die Mystery Shopping-Aktion.

Microsoft hat den Abschluss der Mystery Shopping-Aktion bekanntgegeben und ein positives Fazit gezogen. Hintergrund: Im Zeitraum von März bis September diesen Jahres hat Microsoft versucht, schwarze Schafe unter den Händlern aufzuspüren. Dahinter steckt die Absicht, seriös arbeitende Partner zu schützen und zu stärken, ebenso wie letztendlich den Kunden. Zur Palette der Maßnahmen gehörte besagtes Mystery-Shopping-Programm, also verdeckte Testkäufe.

Die Testkäufe wurden bundesweit getätigt. Das Ergebnis: Etwas mehr als 20 Prozent der Testkäufe wurden als verdächtig eingestuft. Bei der Analyse konnten dann sowohl Raubkopien als auch Manipulationen ausgemacht werden. Diese "vorsätzliche Handlungsweise einiger Händler" kann dabei keiner Region im speziellen zugeordnet werden.

Swantje Richters, Rechtsanwältin bei Microsoft Deutschland GmbH, zu den Gründen für die Aktion: "Der Verkauf illegaler sowie nicht lizenzierter Software schädigt einerseits den ehrlichen Handel, andererseits werden Kunden betrogen, die ein Recht darauf haben, für ihr Geld ein legales und damit hochwertiges und sicheres Produkt zu bekommen."

Nach Ende der Mystery Shopping-Aktion wird der Softwaregigant nun eigenen Angaben zufolge Partner unter anderem darüber informieren, wie sie sich vor illegaler Software schützen können. In einer nicht näher genannten Anzahl von Fällen wird das Unternehmen aber auch rechtliche Schritte gegen Händler einleiten.

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