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Microsoft zeigt über 100 Phisher an

04.04.2005 | 14:32 Uhr |

Auf einer Pressekonferenz Ende letzter Woche verkündeten Microsoft, die US-Handelsbehörde FTC (Federal Trade Commission) und die Verbraucherliga der USA (National Consumers League), gemeinsam gegen Phishing vorgehen zu wollen.

Auf einer Pressekonferenz Ende letzter Woche verkündeten Microsoft , die US-Handelsbehörde FTC (Federal Trade Commission) und die Verbraucherliga der USA ( National Consumers League ), gemeinsam gegen Phishing vorgehen zu wollen. Microsoft-Anwalt Aaron Kornblum betonte, die Zusammenarbeit sei notwendig, um den Missbrauch des Internets für Identitätsdiebstahl zu stoppen. Er gab ferner bekannt, dass Microsoft Anzeige gegen 117 mutmaßliche Phisher erstattet habe. Da die Identität der Täter nicht bekannt sei, würden alle unter dem Namen "John Doe" aufgeführt. Man hoffe auf diese Weise Verbindungen zwischen vermeintlichen Einzelfällen aufzudecken, erklärte Kornblum.

Nach Angaben der FTC war Identitätsdiebstahl der häufigste Grund für Beschwerden von Verbrauchern im letzten Jahr. Die Verbrauchervertreterin Susan Grant ergänzte, Phishing gehöre seit 2004 zu den häufigsten Betrugsdelikten im Internet. Die wichtigsten Mittel zum Schutz vor Phishing haben jedoch die Anwender selbst in der Hand. Lydia Parnes vom Verbraucherschutzbüro der FTC fordert Benutzer auf, grundsätzlich nicht auf Mails und Pop-ups einzugehen, die die Eingabe von vertraulichen Daten verlangen.

Das scheint jedoch nicht so einfach zu sein, da immerhin noch geschätzte drei bis fünf Prozent der Empfänger auf solche Links klicken und persönliche Daten preisgeben. In Deutschland dürften die Quoten etwas geringer ausfallen, da PhishinGoogle-Mails sich oft an Kunden von US-Banken wenden und diese englischsprachigen Mails daher hierzulande weniger Treffer landen können.

Microsoft mit Info-Cards gegen Phishing (PC-WELT Online, 30.03.2005)

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