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Microsoft zahlt bei der Xbox 360 drauf

24.11.2005 | 14:14 Uhr |

Einer Studie zufolge, verkauft Microsoft seine aktuellen Xbox-360-Konsolen deutlich unter dem eigentlichen Materialwert.

Der Analysedienst iSupply hat die Bestandteile der neuen Xbox 360 unter die Lupe genommen und deren Wert ermittelt. Obwohl eventuelle Rabatte in der Kalkulation berücksichtigt wurden, kommt das Innenleben der Konsole laut iSupply auf einen Materialwert von rund 470 US-Dollar. Dazu muss noch das Zubehör wie Controller und Kabel addiert werden, was iSupply mit einem Wert von 55 US-Dollar auch tut. Insgesamt müsste die Xbox also mindestens 525 US-Dollar kosten – in den USA wird sie derzeit aber für 399 US-Dollar verkauft.

Dieses subventionierte Verkaufsmodell ist aber nicht neu. Schon bei der ersten Xbox setzte Microsoft darauf, den eigentlichen Profit durch den Verkauf von Spielen und Zubehör zu erzielen. Auch diesmal soll dieses System greifen. 2006 sollen die entstandenen Verluste ausgeglichen und 2007 erste Gewinne eingefahren sein. Momentan leidet die High-End-Spielekonsole aber noch an Kinderkrankheiten: Spieler aus den USA berichten derzeit von ruckelnden Spielen und häufigen Abstürzen der Xbox 360.

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