Microsoft wollte Real Networks ausbooten

Freitag den 03.05.2002 um 13:56 Uhr

von Eric Bonner, Computerwoche

Microsoft sah den Konkurrenten Real Networks und dessen digitale Video-Player-Software offenbar als ebenso bedrohlich für Windows an wie Mitte der 90er Jahre den "Netscape Navigator". In dem laufenden US-Kartellverfahren gegen die Gates-Company brachten die klagenden neun US-Bundesstaaten interne Dokumente ans Tageslicht, die eine gezielte Strategie von Microsoft gegen Real Networks belegen.
Microsoft sah den Konkurrenten Real Networks und dessen digitale Video-Player-Software offenbar als ebenso bedrohlich für Windows an wie Mitte der 90er Jahre den "Netscape Navigator". In dem laufenden US-Kartellverfahren gegen die Gates-Company brachten die klagenden neun US-Bundesstaaten interne Dokumente ans Tageslicht, die eine gezielte Strategie von Microsoft gegen Real Networks belegen.

Am gestrigen Donnerstag musste Will Poole, Vize-Präsident der Windows New Media Platforms Division bei Microsoft, dem Klägeranwalt John Schmidtlein Rede und Antwort stehen. Dies berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche .

In einer zuvor eingereichten, schriftlichen Stellungnahme hatte der Manager behauptet, sein Unternehmen habe den "Real Player" von Real Networks keinesfalls als Bedrohung für das Microsoft-Betriebssystem Windows angesehen. Darin hieß es, dass die Real-Software "kein potenzieller Ersatz für die kompletten Plattformfunktionen von Windows" sei.

Freitag den 03.05.2002 um 13:56 Uhr

von Eric Bonner, Computerwoche

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