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Microsoft will mehr Einfluss

18.07.2003 | 15:40 Uhr |

Wenn Unternehmen, Verbände oder Interessensgruppen im Bundestag, auf Länderebene oder bei den Kommunen etwas erreichen wollen, dann brauchen sie vor allem eines: Gute und ständige Lobby-Arbeit. Die Entscheidung von München für Linux statt für Microsofts Windows scheint zu beweisen, dass die bisherige Lobby-Arbeit der deutschen Microsoft Depandance unzureichend war. Damit soll Schluss sein, ein ehemaliger Politiker soll jetzt richtig Stimmung für Microsoft machen.

Wenn Unternehmen, Verbände oder Interessensgruppen im Bundestag, auf Länderebene oder bei den Kommunen etwas erreichen wollen, dann brauchen sie vor allem eines: Gute und ständige Lobby-Arbeit. Die Entscheidung von München für Linux statt für Microsofts Windows scheint zu beweisen, dass die bisherige Lobby-Arbeit der deutschen Microsoft Depandance unzureichend war. Damit soll Schluss sein, ein ehemaliger Politiker soll jetzt richtig Stimmung für Microsoft machen.

Wolfgang Branoner soll Insiderinformationen zufolge in den nächsten Wochen sein Amt als "Director Public Sector" bei Microsoft Deutschland antreten. Das berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche unter Berufung auf die Financial Times Deutschland. Branoner dürfte als ehemaliger Wirtschaftssenator von Berlin reichlich Erfahrung im Umgang von Unternehmen mit den Entscheidern in der Politik gesammelt haben. Er könnte der richtige Mann sein, um den Interessen von Microsoft ein offenes Ohr bei den Entscheidern in der öffentlichen Verwaltung zu verschaffen.

Branoner soll demnach speziell Kunden aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung von der Vorzügen der Microsoft-Produkte überzeugen - und vermutlich gegen Linux Politik machen, das bei der öffentlichen Hand zunehmend an Popularität gewinnt und damit Microsofts Geschäft vor allem im Server-Bereich bedroht.

Branoner war zwischen 1998 und 2001 Wirtschaftssenator von Berlin. Zuletzt betreute er als Segment Director Federal Government bei T-Systems, der IT-Dienstleistungstochter der Deutschen Telekom, den Bereich Public & Healthcare.

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