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Microsoft will Windows-Code offen legen

Microsoft will seinen Konkurrenten Zugang zum geheimen Windows-Code anbieten, um der von den Klägern geforderten Zerschlagung zu entgehen. Außerdem soll der Zugang zu Microsofts Internet Explorer nicht mehr automatisch auf der Startseite von Windows erscheinen.

Im Kartellverfahren gegen Microsoft kann der Software-Hersteller am kommenden Mittwoch eine Erwiderung auf den Strafantrag der US-Regierung einreichen. Anstelle der von den Klägern geforderten Zerschlagung will Microsoft Konkurrenten einen begrenzten Zugang zum geheimen Code von Windows anbieten. Das berichtet die US-Zeitung "Washington Post". Diese Maßnahme würde die Entwicklung von Software für Zusatzprodukte unter Windows erleichtern.

Außerdem soll der Zugang zu Microsofts Internet Explorer nicht mehr automatisch auf der Startseite von Windows erscheinen. Und schließlich will der Software-Riese den PC-Herstellern mehr Freiheit zur Installation von Konkurrenzsoftware gewähren und keine Verträge mit Anbietern mehr abschließen, die ihm Vorteile gegenüber Wettbewerbern einräumen.

Allerdings sind die Vorschläge von Microsoft mit Vorsicht zu genießen, da das Unternehmen den Vorwurf des wettbewerbsfeindlichen Verhaltens nach wie vor bestreitet und Einspruch gegen das Urteil angekündigt hat.

Das Bundesjustizministerium und 17 Bundesstaaten verlangen die Zerschlagung von Microsoft in zwei unabhängige Firmen. (PC-WELT, 08.05.2000, dpa/ sp)

MS-Monopol auch bei PDAs? (PC-WELT Online, 2.5.2000)

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