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Microsoft will Spam-Websites bannen

15.07.2006 | 14:17 Uhr |

Forscher bei Microsoft haben ein Programm entwickelt mit dem sich die Suchmaschinen der großen Websites vor so genannten Spamsites schützen können, die deren Ergebnisse verfälschen.

Mit dem so genannten Strider Search Defender sollen zukünftig Spam-Websites aufgespürt werden. Dies gab Microsoft in einem Bericht bekannt. Diese Internetseiten befinden sich in der Nähe von Blogging Seiten und ähnlichen Diensten, die freien Webspace anbieten. Spammer nutzen diese Angebote, um unzählige Links zu bestimmten Seiten zu platzieren und so deren Ranking in den Suchmaschinen zu erhöhen.

Das Programm von Microsoft findet Spam nicht auf dem herkömmlichen Weg, indem es die Inhalte der Site analysiert. Stattdessen werden die Aktivitäten der Spammer gegen sie selbst eingesetzt. So sucht der Strider Search Defender nach Links zu potentiellen Spam-Sites. Diese verstecken sich häufig in Blog-Kommentaren, Foren oder Gästebüchern. Das Programm beginnt dabei mit einer Liste von bestätigten Spam-URLs und sucht dort nach Links zu weiteren derartigen Angeboten. So erhält man eine lange Liste mit unzähligen potentiellen Spam-Sites.

Mit einem zusätzlichen Forschungsprojekt, dem Strider URL Tracer, werden die seriösen Websites aus der Liste entfernt. Ein Programm verfolgt dabei jeden Link auf der entsprechenden Seite und prüft die dortige Verknüpfung mit weiteren Spam-Angeboten. So kann Microsoft die Vorgehensweise der Spammer zu deren Auffindung ausnutzen. Diese verlassen sich meist auf kostenlose Angebote wie Yahoos Geocities , Tripod oder Angelfire . Doch auch Blogging-Angebote werden gern genutzt. Googles Blogspot ist dabei besonders populär, dies ergaben Nachforschungen in diesem Bereich.

Microsoft arbeitet bei seinen Forschungen mit dem Team von MSN Search zusammen, um herauszufinden, wie die Angebote der Suchmaschinen verbessert werden können. Man appellierte weiterhin an die Anbieter der Blog- und Hosting-Angebote. Nur mit einer Kooperation kann man das Spam-Problem eindämmen, so Microsoft.

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