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Microsoft will Corel-Anteile verkaufen

23.02.2001 | 15:10 Uhr |

Erst im Oktober war Microsoft bei der kanadischen Softwareschmiede Corel eingestiegen. Doch angesichts eines zweiten drohenden Kartellverfahrens sollen diese Anteile nun wieder verkauft werden.

Erst im Oktober war Microsoft bei der kanadischen Softwareschmiede Corel mit 135 Millionen Dollar eingestiegen. Doch angesichts eines zweiten drohenden Kartellverfahrens sollen diese Anteile nun wieder verkauft werden.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Redmonder Konzern eine zivilgerichtlich Vorladung aufgrund dieses Investments bekommen. Es besteht der Verdacht eines erneuten Verstoßes gegen das Kartellrecht, da durch den Einstieg von Microsoft der Wettbewerb bei Textverarbeitungsprogrammen, Tabellenkalkulationen und Grafiksoftware beeinträchtigt sein könnte. Auch die Entscheidung, dass Corel seine Linux-Sparte auslagert, wurde von Kritikern gern in Zusammenhang mit Microsofts Einfluss beim Softwarehaus gebracht.

Allerdings handelte es sich bei den Microsoft-Anteilen um Aktien ohne Stimmrecht, so dass ein unmittelbarer Einfluss nicht gegeben war. Selbst wenn Microsoft sich zurückzieht, wird es eine weitere Zusammenarbeit mit Corel geben. Denn Corel hat sich verpflichtet, von jedem seiner Produkte innerhalb von sechs Monaten eine .net-kompatible Version zu veröffentlichen. (PC-WELT, 23.02.2001, hc)

Neuer Ärger für Microsoft (PC-WELT Online, 14.02.2001)

Corel Office-Suite kommt (PC-WELT Online, 31.01.2001)

Corel trennt sich nicht komplett von Linux (PC-WELT Online, 24.01.2001)

Konkurrenzkampf beendet? (PC-WELT Online, 03.01.2001)

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