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Microsoft warnt seine Beschäftigten vor Peer-to-Peer-Tauschbörsen

29.07.2002 | 18:09 Uhr |

In einer Mail warnte Softwareriese Microsoft seine Mitarbeiter davor, über Peer-to-Peer-Tauschbörsen (P2P) Daten zu tauschen. Die mehr als 50.000 Microsoft-Angestellten wurden von drei Topmanagern darauf hingewiesen, dass die P2P-Technik rechtliche, politische und sicherheitstechnische Fragen aufwerfe.

In einer Mail warnte Softwareriese Microsoft seine Mitarbeiter davor, über Peer-to-Peer-Tauschbörsen (P2P) Daten zu tauschen, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet. Die mehr als 50.000 Microsoft-Angestellten wurden von drei Topmanagern darauf hingewiesen, dass die P2P-Technik rechtliche, politische und sicherheitstechnische Fragen aufwerfe.

Microsoft-Sprecher Jon Murchison teilte mit: "Angesichts der starken Ausbreitung von P2P-Sites dachten wir, es sei an der Zeit, unseren firmenpolitischen Standpunkt in dieser Angelegenheit noch einmal zu bekräftigen." Der P2P-Bann per Mail erreichte die Mitarbeiter am gleichen Tag, als das US-Repräsentantenhaus ein Gesetz vorstellte, das es den Inhabern von Urheberrechten erlaubt, sich legal in P2P-Tauschbörsen zu hacken.

Will Poole, Corporate Vice President der Windows Media Division, Brad Smith, General Counsel, und Rick Devenuti, CIO, teilten mit, dass Microsoft zwar ein Innovator auf dem Gebiet der P2P-Technik sei. Sie wiesen aber in ihrer Mail auch darauf hin, dass sich die Existenz des Unternehmens auf intellektuellem Eigentum gründe, wie es auch bei Musiklabels und Filmstudios der Fall sei. Deshalb hätten alle Microsoft-Beschäftigten die Pflicht, mit dieser Technik verantwortungsvoll umzugehen und sich nicht in Tauschbörsen zu bewegen, in denen Copyright-geschützte Daten getauscht werden, da dies gegen die Firmenpolitik verstoße.

Außerdem sorgt sich Microsoft um die Sicherheit des Unternehmensnetzes. Einige P2P-Programme könnten - sofern sie auf Unternehmens-PCs liefen - zum Einfallstor für Hacker avancieren. Ferner könnten Viren eingeschleust werden oder interne Dokumente versehentlich nach außen gelangen, warnten die Manager in ihrer Mail an die Belegschaft.

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