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860.000 Passwortspione in einer Woche entfernt

25.05.2009 | 15:42 Uhr |

In der ersten Woche nach dem Patch Day im Mai hat Microsofts aktualisiertes Anti-Malware-Tool auf 860.000 Rechnern Malware entdeckt und beseitigt, die Passwörter und Zugangsdaten ausspioniert.

In jedem Monat aktualisiert Microsoft beim Patch Day auch sein "Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software". Im Mai hat Microsoft die Scareware "Win32/Winwebsec" auf die Abschussliste gesetzt. Eine erste Bilanz nach einer Woche findet dieses vorgebliche Sicherheitsprogramm auf Platz 17 der entdeckten Schädlinge. Es dominieren weiterhin Würmer, Trojanische Pferde und Passwortspione.

Rechnet man alle Schädlinge zusammen, die unter anderem oder ausschließlich das Ausspionieren von Passwörtern zu Ziel haben, kommt Microsofts Scott Wu im Blog des Malware Protection Center auf 860.000 Computer, von denen das Anti-Malware-Tool derartige Malware entfernt hat. Darunter sind etliche Rechner, die gleich mehrere solcher Schädlinge beherbergt haben.

In der Top 10 der gefundenen Schädlinge sind drei reine Passwortdiebe enthalten - "Frethog", "Bancos" und "Lolyda". Hinzu kommen die Würmer "Taterf" und "Koobface" sowie die Trojanischen Pferde der Familie "Alureon". Auch diese enthalten Funktionen zum Ausspionieren von Passwörtern und Zugangsdaten.

Einige der Schädlinge sind bereits seit Jahren bekannt und halten sich hartnäckig. Sie würden offenbar von den Online-Kriminellen weiter gepflegt, meint Scott Wu, während andere Malware aufgegeben und durch neue Kreationen ersetzt werde. Es bleibe jedenfalls dabei, dass Online-Kriminelle vor allem hinter Ihrem Geld her seien.

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