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Microsoft vs. Lindows: "Windows"-Streit kann verhandelt werden

25.05.2004 | 16:56 Uhr |

Ein US-Berufungsgericht hat den Berufungsantrag von Microsoft im Markennamen-Streit mit Lindows abgelehnt und damit den Weg frei gemacht für ein Gerichtsverfahren. Beide Unternehmen zeigten sich anschließend kampfbereit.

Ein US-Berufungsgericht hat den Berufungsantrag von Microsoft im Markennamen-Streit mit Lindows abgelehnt und damit den Weg frei gemacht für ein Gerichtsverfahren. Beide Unternehmen zeigten sich anschließend kampfbereit.

Microsoft wirft dem Konkurrenten vor, mit "Lindows" die Markenrechte von "Windows" zu verletzen. Ein Gericht hatte im Februar entschieden, dass es sich bei "Windows" um einen generischen Begriff handelt, wenn dieser bereits im November 1985 ein generischer Begriff war - als Microsoft Windows 1.0 auf den Markt brachte. Gegen diese Entscheidung hatte Microsoft Berufung eingelegt, die jetzt allerdings vom Berufungsgericht abgelehnt wurde. Damit ist der Weg frei für ein entscheidendes Gerichtsverfahren.

Lindows-Chef Michael Roberson kündigte an, dass das Gerichtsverfahren noch in der zweiten Jahreshälfte beginnen werde. Lindows wolle in diesem Verfahren dann mittels Videos, Magazinen und Microsoft-internen Dokumenten nachweisen, dass, so Robertson, "Windows ein generischer Begriff war, bevor ihn Microsoft in Besitz nahm." Vor Gericht sollen neben Microsoft-Gründer Bill Gates auch der Microsoft-Chef Steve Ballmer aussagen.

Die Microsoft-Sprecherin Stacy Drake sagte laut einem Bericht des US-Nachrichtendienstes Cnet, dass das Unternehmen für das Verfahren bereit sei. "Wir sind zuversichtlich in diesem Fall und bereit, vor Gericht zu gehen", so Drake.

Microsoft hat Lindows nicht nur in den USA verklagt, sondern auch in Kanada und in Europa. Auf Grund einer Entscheidung eines niederländischen Gerichts musste Lindows seine Software in "Linspire" umbenennen und eine gleichnamige Website einrichten ( wir berichteten ).

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