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Microsoft verrät Details zum Windows-Home-Server

17.01.2007 | 12:44 Uhr |

Microsoft hat weitere Informationen zum Windows-Home-Server und zu dessen möglicher Preisgestaltung bekannt gegeben. Das neue Produkt für Haushalte mit mehreren Einzel-Rechnern dürfte in erster Linie als komplette Servermaschine von diversen PC-Produzenten auf den Markt gebracht werden, unter Umständen gibt es die Software aber auch als Einzelprodukt ohne Hardware. Bill Gates stellte diesen Server für den Familieneinsatz auf der CES 2007 vor.

Joel Sider, Senior Product Manager von Windows-Server-PR hat im Internet Informationen zum Windows-Home-Server veröffentlicht. Auch wenn diese Angaben noch unverbindlich sind, so geben sie doch einen konkreteren Eindruck von Microsofts neuer Schaltzentrale für Haushalte mit mehreren PCs.

So soll der Windows-Home-Server ganz besonders der Datensicherheit dienen. Microsoft denkt dabei an die vielen Millionen oder besser Milliarden von digitalen Fotos, von denen keine Backups existieren. Geht dann die Festplatte oder CD mit den Aufnahmen kaputt, so sind die Schnappschüsse vom Enkelkind oder vom letzten Traumurlaub unwiederbringlich verloren. Hier soll der Windows Home Server Abhilfe schaffen – als zentrales Backupmedium und Datenspeicher für alle mit dem Home Server verbundenen Einzelrechner. Der Sohn sichert seine Fotos von der letzten Party mit der Freundin also genauso auf dem Home-Server wie der Vater seine Landschaftsaufnahmen und die Mutter ihre Schnappschüsse vom Kaffeekränzchen mit den Nachbarn. Zumindest stellt sich Microsoft das so vor.

Microsoft sieht den Home-Server als die zentrale Schaltzentrale eines Haushalts. Wer schnell Daten sichern will, schiebt sie auf den Server. Der Drucker hängt nicht an einem der einzelnen, über das Haus verstreuten PCs, sondern am Server. Über ihn kann man auf dem Drucker von jeden Einzelplatzrechner aus ausdrucken. Und wenn Sie beispielsweise im Urlaub oder auf einer Geschäftsreise unzählige Daten auf einer externen Festplatte gespeichert haben, dann überspielen sie diese auf den Windows-Home-Server. Von dort aus können dann alle Familienmitglieder auf die Daten von ihren jeweiligen Rechnern aus zugreifen. Der Home-Server dürfte zudem auch die Rolle eines zentralen Musik- und Filmspeichers einnehmen. Wenn ein Familienmitglied dann den Drang nach einem gemütlichen Videoabend verspürt, greift es auf den Windows-Home-Server zurück.

Damit die Datensicherung auch wirklich zuverlässig klappt, soll der Windows-Home-Server automatische Backups von den Einzelplatzrechnern erstellen. Außerdem sollen sich vom Home-Server aus Einzelplatzrechner reparieren lassen, deren Windows nicht mehr richtig läuft. Zudem kann man vom Home-Server die einzelnen daran angeschlossenen Vista-Maschinen überwachen und Unregelmäßigkeiten erkennen.

Auf den Windows-Home-Server werden die Nutzer auch von unterwegs per Remote zugreifen können. Dafür benötigt man einen personalisierten Windows Live-Account. Damit kann man dann beispielsweise Fotos von unterwegs direkt auf den Server schaufeln. Die Speicherkarte in der Digitalkamera ist dann wieder leer und sofort bereit, neue Fotos aufzunehmen.

Auch Besitzer einer Xbox 360 sollen vom Windows-Home-Server profitieren. Denn auch für die Xbox kann der Server als Multimedia-Datenspeicher dienen, wie Microsoft verspricht.

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