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Microsoft veröffentlicht interne Details von MS Antispyware

23.03.2005 | 15:31 Uhr |

Microsoft hat offenbar große Pläne mit seinem bislang erst als Beta-Version erhältlichen Anti-Spyware-Programm.

Microsoft hat offenbar große Pläne mit seinem bislang erst als Beta-Version erhältlichen Anti-Spyware-Programm. In einem umfangreichen Beitrag auf der Website von Microsoft werden Details über den Ansatz veröffentlicht, den Microsoft mit diesem Programm verfolgt. Ein wesentliches Problem ist demnach die Unterscheidung zwischen legitimen und schädlichen Programmen. So werden etliche Programme wie zum Beispiel Virenscanner ohne Benutzeraktion automatisch geladen oder laufen ohne sichtbare Aktivität im Hintergrund, wie etwa ein Faxdienst. Diese erwünschten Programme müssen von heimlich eingeschleusten unterschieden werden. Die Funktionen und Aktionen eines Programms werden daher analysiert und nach verschiedenen Kriterien in mehrere Kategorien eingeteilt.

So suchen die Microsoft-Forscher nach Funktionen, die der Tarnung von Programmaktivitäten dienen, was bereits bei der Installation beginnt. Ferner wird untersucht, ob ein Programm ohne Einwilligung des Benutzers Daten sammelt und versendet, ob es versucht Sicherheitsmechanismen zu umgehen oder auszuschalten und ob es negative Auswirkungen auf die Leistung des PCs hat. Ein legitimes Programm sollte vom Benutzer gestartet, beendet und entfernt werden können. Software, die sich dagegen zu Wehr setzt, beendet oder deinstalliert zu werden, gilt als verdächtig.

So zählt der Microsoft-Artikel wortreich Kriterien und Kategorien auf, nach denen Software in die bereits über 100.000 Einträge umfassende Datenbank aufgenommen wird. Er nennt auch einen Weg, wie ein Software-Hersteller, dessen Produkt seiner Meinung nach zu Unrecht als Adware oder Spyware klassifiziert wird, mit Microsoft an einer Neubewertung arbeiten kann.

Weiterhin erwähnt der Artikel die "SpyNet"-Gemeinschaft, die aus Beta-Testern von Microsoft AntiSpyware besteht und wertvolle Hinweise über neue Schädlinge und Möglichkeiten zu deren Erkennung liefert. Ein zentraler Ansatz der Anti-Spyware-Aktivitäten von Microsoft ist es, dem Benutzer Hinweise und Ratschläge zu geben, ihm jedoch stets die letzte Entscheidung zu überlassen, ob ein als verdächtig eingestuftes Programm entfernt werden soll.

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