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Microsoft veröffentlicht Toolkit unter Open-Source-Lizenz

14.05.2004 | 13:38 Uhr |

Microsoft hat in dieser Woche die Windows Template Library-Technologie (WTL) unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Es ist erst das zweite Mal überhaupt, dass die Redmonder eines ihrer Projekte unter einer solchen Lizenz der Entwicklergemeinde zur Verfügung stellen.

Microsoft hat in dieser Woche die Windows Template Library-Technologie (WTL) unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Es ist erst das zweite Mal überhaupt, dass die Redmonder eines ihrer Projekte unter einer solchen Lizenz der Entwicklergemeinde zur Verfügung stellen.

Die neue Version des Toolkits WTL steht seit kurzem auf dieser Website von SourceForge.net zum Download bereit. Das Toolkit soll Entwicklern bei der Programmierung von schlanken Windows-Anwendungen helfen. Programmierer, die das WTL bisher einsetzten, äußerten sich enthusiastisch über das Toolkit. Laut Jason Matusow, Manager bei Microsofts Shared Source Initiative, sei diese Tatsache auch der Anlass gewesen, das gesamte Projekt als Open Source zu deklarieren.

"Das letzte Mal als WTL veröffentlicht wurde, hatte es mehr als 90.000 Downloads", so Matusow, "Die Community brachte ihre Sorge zum Ausdruck, dass wir nicht genug tun, um die Technologie voran zu bringen."

WTL war in der Vergangenheit nur über das kostenpflichtige Microsoft Developer Network verfügbar. Entwickler, die in reinem C++ programmieren, erachten WTL, dass Microsoft ursprünglich für interne Zwecke entwickelt hatte, für schlanker, schneller und besser, als die MFC-Bibliothek (Microsoft Foundation Classes). Mit der Veröffentlichung auf SourceForge.Net erhalten Entwickler erstmals die Rechte für die Modifikation und Redistribution von WTL.

Microsoft hatte bereits im April das Toolset WiX auf SourceForge.Net veröffentlicht, das zur Entwicklung von Installations-Paketen für Windows-Anwendungen dient. Sowohl WiX als auch WTL werden unter der CPL (Common Public Licence) veröffentlicht.

Die von IBM entwickelte CPL verlangt im Gegensatz zur GPL (GNU Public Licence) nicht, dass Produkte, bei denen eine CPL-Technologie zum Einsatz kommt, frei veröffentlicht werden müssen. "Wir denke, dass es sich um eine gut geschriebene Lizenz handelt", so Matusow. Künftig sollen auch weitere Microsoft-Projekte unter der CPL veröffentlicht werden.

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