188924

Microsoft verklagt mutmaßliche Software-Piraten

21.09.2005 | 14:02 Uhr |

Microsoft strengt Gerichtsverfahren gegen Firmen an, die gefälschte Microsoft-Produkte verkauft haben sollen.

Microsoft hat insgesamt acht Verfahren gegen Unternehmen angekündigt, die nach Erkenntnissen der Redmonder raubkopierte Software vertrieben haben sollen. Die Gerichtsverfahren finden in fünf US-Bundesstaaten statt, darunter Kalifornien und New York. Unter den mit gefälschten Echtheitszertifikaten angebotenen Produkten sind Windows XP, Windows NT Server und Office 2000 Premium.

Die Erkenntnisse über Software-Piraten stammen unter anderem aus dem WGA-Programm (Windows Genuine Advantage) beim Download auf Microsoft-Servern, aus Hinweisen von Anwendern, die Verdacht geschöpft haben, und von verdeckten Einkäufern. Diese kaufen nach Eingang von Hinweisen bei verdächtigten Händlern Microsoft-Produkte ein, die dann auf Echtheit überprüft werden.

Die acht nun verklagten Unternehmen wurden zuvor von Microsoft darauf hingewiesen, dass sie unlizensierte Programme anbieten. Ihnen wurde so die Möglichkeit eingeräumt, ihr Verhalten zu ändern und eine entsprechende Verpflichtung zu unterzeichnen. Erst wenn solche Maßnahmen nicht fruchten, greift Microsoft nach eigenen Angaben zum juristischen Mittel der Klage.

Wenn Sie den Verdacht haben, Ihnen sei eine gefälschte Windows-Version oder ein anderes Microsoft-Produkt angedreht worden, zum Beispiel über eine Online-Auktion, können Sie sich auf der Microsoft Piraterie-Website über weiteren Schritte informieren. Vorsicht ist vor allem bei so genannten "OEM"-Produkten angebracht. Unter dem Deckmantel von Programmversionen, die ursprünglich zusammen mit Hardware verkauft werden, bieten unseriöse Händler gerne raubkopierte Software an.

0 Kommentare zu diesem Artikel
188924