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Microsoft verklagt Lindows-Macher

21.12.2001 | 11:15 Uhr |

Die Redmonder zieht es wieder einmal vor Gericht. Jüngstes Opfer: die Macher des Lindows-Betriebssystems. Die Software soll Windows und Linux verschmelzen und das Beste aus beiden Produkten vereinen. Der Name ist Microsoft allerdings ein Dorn im Auge.

Die Redmonder zieht es wieder einmal vor Gericht. Jüngstes Opfer: die Macher des Lindows-Betriebssystems. Die Software soll Windows und Linux verschmelzen und das Beste aus beiden Produkten vereinen. Am Donnerstag reichte nun Microsoft vor einem US-Gericht Klage wegen Markenverletzung ein.

Demzufolge sei die Ähnlichkeit zwischen Lindows und Windows zu groß und könnte somit die Anwender und potenzielle Käufer verwirren. "Wir wollen nicht vor Gericht die Produktion der Software stoppen", so Microsoft-Sprecher Jon Murchinson, "wir sagen lediglich, dass sie keinen Namen verwenden sollen, der die Öffentlichkeit verwirrt."

Das Unternehmen Lindows.com plant, die erste Version ihres Betriebssystems im nächsten Jahr zu veröffentlichen. Die Software soll es ermöglichen, sowohl Windows- als auch Linux-Applikationen problemlos nutzen zu können.

Michael Robertson, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Lindows.com traut den Kunden jedoch weit mehr zu als Microsoft. "Während sie (Microsoft, Anm. d. Red.) sagen, dass die Anwender LindowsOS mit Windows XP verwechseln werden, denke ich, dass es niemanden auf der Welt gibt, der diesen Fehler begeht."

Lindows: Marketing-Gag oder ernsthafte Konkurrenz? (PC-WELT Online, 25.10.2001)

Microsoft: Kein Office für Linux (PC-WELT Online, 10.12.2001)

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