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Microsoft und die Jagd nach Werbemillionen

26.03.2007 | 14:12 Uhr |

Microsoft hat auf einem dreitägigen, internationalen Press Summit in Seattle Details zu seiner Online-Strategie der kommenden Jahre bekannt gegeben. Die PC-WELT war vor Ort dabei. Eine Zusammenfassung.

Der Siegeszug des Internets stellt Firmen auf der ganzen Welt vor gewaltige Herausforderungen. Auch vermeintlich unangreifbare Urgesteine wie etwa Microsoft müssen sich in den kommenden Jahren extrem anstrengen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Denn die Zukunft ist online. Unternehmen, die sich im Internet nicht perfekt positionieren, können schon in wenigen Jahren nur noch in der zweiten Liga spielen. Wie schnell sich die Branche verändert, beweisen Beispiele aus den vergangenen Jahren. Wer kannte schon vor zehn Jahren eine kleine Web-Suche namens Google? Heute hat das Unternehmen einen höheren Marktwert als so manche alt eingesessene Firma im Dow Jones sowie eine prall gefüllte Kriegskasse mit mehreren Milliarden Dollar.

Ein anderes Beispiel: Youtube. Kaum eine Firma wurde so kurz nach ihrer Gründung für so viel Geld gekauft. 1,6 Milliarden Dollar war Google das Video-Portal wert, ein Preis in dem jedoch eine Menge Phantasie steckt und bei dem sich erst noch zeigen muss, ob er refinanziert werden kann. Die Liste ließe sich noch beliebig mit Angeboten wie Myspace und anderen fortsetzen. Für den Erfolg der genannten Firmen entscheiden war, dass sie zur richtigen Zeit das richtige Angebot zur Verfügung stellten und so entweder interessant für einen Käufer wurden (Youtube) oder Trends erkannten, die sich nun endlich auszahlen, wie es Google in Sachen Online-Werbung gezeigt hat.

Microsoft hat vor Jahren bereits einmal den Trend Internet verschlafen - es hatte lange keinen eigenen Browser im Angebot. Die Folge: Unangefochtener Spitzenreiter war Netscape. Doch das Unternehmen reagierte mit seinem Internet Explorer, eroberte Platz eins und stellt damit bis heute den weltweit am häufigsten verwendeten Browser. Die tiefe Verankerung der Applikation in das Betriebssystem hat dem Konzern allerdings auch eine Menge Ärger eingebracht.

Doch im Jahr 2007 ist das Internet langsam seinen Kinderschuhen entstiegen, das Netz ist im Alltag angekommen und es lässt sich Geld damit verdienen. Viel Geld. Zudem ist absehbar, dass sich klassische Software-Angebote wie Applikationen mehr und mehr ins Internet verlagern, was eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die wichtigste Umsatzsäule von Microsoft - den Handel mit Produkten wie Office, Windows und Co. - darstellt. Entsprechend muss der Konzern reagieren, will er nicht enden wie seinerzeit Netscape.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig eine ausgereifte Online-Strategie für ein Unternehmen ist, entsprechend interessant wird die Sache, wenn es um die Strategien von Microsoft in diesem Bereich geht. Hierzu hat der Konzern ein dreitägiges, internationales Press Summit zum Thema Windows Live veranstaltet. Die PC-WELT war vor Ort dabei und präsentiert Ihnen die Ergebnisse auf den folgenden Seiten.

Hinweis: Viele der hier vorgestellten Elemente der Suchmascjine sind bereits auf den US-Webseiten von Microsoftt integriert, teilweise in Form von Beta-Fassungen. Wer diese ausprobieren möchte, kann auf www.live.com unter Optionen die Sprache "English (United States)" auswählen und loslegen - eine Live-ID ist für die Nutzung nicht nötig. Eine Reihe weiterer Beta-Fassungen aus der Windows-Live-Familie, darunter beispielsweise Live Mail Desktop, Live Onecare Family Safety oder Live Galery, stehen auf der Seite ideas.live.com zum Testen bereit.

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