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Microsoft und Lindows begraben das Kriegsbeil

20.07.2004 | 11:54 Uhr |

Nach einem mehrjährigen Rechtsstreit haben sich Microsoft und Lindows nun geeinigt. Microsoft hatte Lindows, das sich mittlerweile Linspire nennt, verklagt, weil der Name "Lindows" dem Namen "Windows" zu sehr ähnelte.

Microsoft befand sich seit 2001 mit Lindows , mittlerweile umbenannt in Linspire, im Rechtsstreit. Dabei ging es um den Namen "Lindows", der nach Ansicht von Microsoft zu sehr dem Namen "Windows" ähnelte. Microsoft hat nun eine Einigung mit Lindows/Linspire erzielt. Der Software-Goliath zahlt 20 Millionen US-Dollar an den "David", der dafür wiederum auf den Namen "Lindows" verzichtet.

Die Einigung sieht vor, dass Microsoft an Lindows/Linspire bis zum 15. August die Summe von 15 Millionen US-Dollar zahlt. Bis Mitte September wird dann Lindows/Linspire dafür sorgen, dass das Unternehmen und seine Produkte nur noch unter dem Namen "Linspire" auf dem Markt präsent sind.

Microsoft wird dann an Linspire weitere fünf Millionen US-Dollar zahlen und im Gegenzug alle Rechte an 13 Websites erhalten, darunter der von lindows.org und lindowsfan.com.

Die Rechte an den Unternehmenswebsites lindows.com und lindowsinc.com gibt Linspire erst 2008 an Microsoft ab. Microsoft wird Linspire außerdem kostenlos Lizenzen für Windows-Media-Software zur Verfügung stellen, die Linspire in seine Produkte integrieren will.

Die Wendung in dem Rechtsstreit kommt etwas überraschend. Bisher hatte Lindows immer darauf gepocht, dass es sich bei dem Begriff "Windows" um einen generischen Begriff handele und sogar damit einige Erfolge vor Gericht erzielt. Nach der Zahlung von 20 Millionen US-Dollar gibt Lindows - pardon Linspire - nun Ruhe. Andererseits kann das Unternehmen das Geld gut gebrauchen. Es plant den Gang an die Börse ( wir berichteten ).

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