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Microsoft überwacht Auktionen

01.08.2000 | 20:08 Uhr |

Microsoft will künftig Softwareangebote in Online-Auktionshäusern und auf anderen Websites überwachen, um die Verbreitung von Raubkopien von Microsoft-Produkten zu unterbinden. Mit Hilfe einer eigens dafür entworfenen Monitoring-Software hat das Unternehmen bereits rund 1.300 Auktionsangebote aus dem Verkehr gezogen.

Microsoft will künftig Softwareangebote in Online-Auktionshäusern und auf anderen Websites überwachen, um die Verbreitung von Raubkopien oder Fälschungen von Microsoft-Produkten zu unterbinden. Zu diesem Zweck hat der Softwareriese eigens eine Monitoring-Software namens Alliance entwickelt.

„Wir benutzen ein automatisiertes Such-Tool, welches das Internet 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche durchsucht, um Websites von Software-Piraten oder illegale Online-Angebote zu identifizieren“, erläutert Microsoft-Rechtsanwalt Tim Cranton das Vorgehen. Bis zu 500 illegale Seiten könnten mit Hilfe des Programms jeden Tag erkannt und kontaktiert werden, während dies manuell einen ganzen Monat in Anspruch nehmen würde.

Mit Hilfe des Überwachungsprogrammes und der Unterstützung lokaler Gesetzeshüter habe das Unternehmen im Juli bereits allein in den USA 3000 Internet-Auktionsangebote aus dem Verkehr gezogen. Weltweit sollen bereits 64 Hausdurchsuchungen durchgeführt und 17 Anklagen im Zusammenhang mit illegalen Softwareangeboten eingereicht worden sein - unter anderem in Deutschland. Doch dies sei nur der Beginn einer globalen Kampagnen gegen Betrug im Internet, an der sich auch andere Unternehmen und Behörden beteiligen. (PC-WELT, 01.08.2000, lmd)

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