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Microsoft übernimmt Winternals/Sysinternals

20.07.2006 | 11:38 Uhr |

Die Spezialisten für die besseren Windows-Tools werden in Zukunft in Microsofts Diensten stehen.

Einige haben schon immer gewusst, dass es einiges Tages passieren würde, andere sind geschockt. Ein Blog-Eintrag von Mark Russinovich und eine Pressemitteilung von Microsoft verkünden die Übernahme von Winternals durch Microsoft. Über den Verkaufspreis ist bislang nichts bekannt.

Mark Russinovich schreibt in seinem Weblog-Eintrag " On my way to Microsoft ", er sei sehr erfreut über den Wechsel zu Microsoft. Er werde in der Abteilung "Platforms & Services" tätig werden, die direkt mit der Entwicklung von Windows befasst sei. Bryce Cogswell, der mit Russinovich im Jahr 1996 die Firma unter dem Namen "NTinternals" gründete, wird als Software-Architekt in das Team für die Windows-Komponentenentwicklung eintreten.

Mark Russinovich wurde im letzten Jahr über Insider-Kreise hinaus bekannt, weil er den Skandal um das Sony-Rootkit ins Rollen brachte. Bereits lange zuvor hatten sich Cogswell und Russinovich als Entwickler von diversen sehr effizienten Tools für Windows einen Namen gemacht. Sie brachten immer wieder innovative Hilfsprogramme auf den Markt, die in Windows fehlten und durch die das Arbeiten vor allem für Admins erleichtert wurde und wird. Auch viele Anwender, die genau wissen und kontrollieren wollen, was auf ihrem PC läuft, schätzen kostenlose Programme wie den Process Explorer, Autoruns oder Filemon, um nur ein paar zu nennen.

Die Zukunft der unter dem Namen Sysinternals (http://www.sysinternals.com) angebotenen kostenlosen Tools ist noch ein wenig unklar. Microsoft prüfe noch, wie die Winternals- und Sysinternals-Entwicklungen am besten in Windows integriert werden können, schreibt Russinovich. Bis auf Weiteres werde die Sysinternals-Website fortbestehen und alle Programme würden wie bisher kostenlos angeboten.

Durch die Integration der von Russinovich und Cogswell entwickelten Lösungen in Windows kann das Betriebssystem nur besser werden. Der Process Explorer zum Beispiel kann praktisch alles besser als der Taskmanager von Windows, viele andere Tools fehlen bislang gänzlich. Viele werden jedoch bedauern, dass die beiden Entwickler ihre relative Unabhängigkeit von Microsoft aufgegeben haben. Aus Sicht der Beteiligten ist es jedoch ein logischer Schritt.

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