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Microsoft trickst mit Internet Explorer

13.12.2000 | 13:12 Uhr |

Die Web-Angebote von Microsoft liegen in punkto Besucherzahlen im weltweiten Vergleich vorn. Ein Umstand, der sich offenbar nicht allein mit gezielten Zugriffen erklären lässt. Wie die PC-WELT herausfand, trickst Microsoft, um die Zugriffszahlen künstlich in die Höhe zu treiben, mit Hilfe des Internet Explorers. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die unfreiwillige Umleitung zu Microsoft unterbinden können.

Die Web-Angebote von Microsoft liegen in punkto Besucherzahlen im weltweiten Vergleich vorn. Ein Umstand, der sich offenbar nicht allein mit gezielten Zugriffen erklären lässt. Wie die PC-WELT herausfand, trickst Microsoft, um die Zugriffszahlen künstlich in die Höhe zu treiben, mit Hilfe des Internet Explorers.

Benutzer des Microsoft Internet Explorers, die in diesem Programm den "Suchen"-Button anklicken und ihre Suchbegriffe eingeben, landen automatisch bei der Microsoft-Website. Windows verweist im Registry-Schlüssel "Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Internet Explorer\Search" (Werte "SearchAssistant" und "CustomizeSearch") auf die MSN-Suchmaske. Hier werden die Daten erfasst und dann an Suchmaschinen weiter gegeben.

Durch diese Aktion erhöht Microsoft nicht nur die Besucherzahlen ihrer Web-Site, sondern erhält eine umfangreiche Datenbasis über die Interessen der Anwender im Internet.

Die Zwangsumleitung erfolgt auch, wenn der Nutzer gar nicht über das Microsoft Network gehen möchte und diese Suchoption unter dem Menüpunkt "Anpassen" ausdrücklich deaktiviert hat.

Die Weiterleitung lässt sich nur durch einen direkten Eingriff in die Registrierdatenbank von Windows unterbinden. Anwender, die nach einem Klick auf den "Suchen"-Button nicht bei MSN landen, sondern zu ihrer bevorzugten Suchmaschine gelangen wollen, sollten als Wert für "SearchAssistant" die URL dieser Suchmaschine eintragen. (PC-WELT, 04.12.2000, pk, ha)

Anleitung zur Anpassung der Suchleiste (PC-WELT 5/2000, Seite 258, als PDF-Datei)

Achtung: Sicherheitslücke im Internet Explorer (PC-WELT Online, 24.11.2000)

IE 5: Mängel ohne Ende (PC-WELT Online, 21.11.2000)

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