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Microsoft streicht weitere 1850 Jobs in der Smartphonesparte

25.05.2016 | 14:02 Uhr |

Microsofts Rückzug vom Smartphone-Markt setzt sich fort, die Redmonder streichen weitere 1850 Arbeitsplätze.

Microsofts Rückzug aus dem Smartphone-Markt und der Abbau von Arbeitsplätzen in der Mobil-Sparte von Microsoft setzt sich weiter fort. Microsoft hat heute mitgeteilt, dass es sein Smartphone-Hardware-Geschäft schlanker machen will. Das soll mit dem Verlust von weiteren 1850 Arbeitsplätzen in der Mobilsparte von Microsoft erreicht werden. Die damit verbundenen Restrukturierungskosten veranschlagt Microsoft mit rund 950 Millionen Dollar. Darin enthalten sind rund 200 Millionen Dollar für Abfindungen.

Microsoft will sein Smartphone-Geschäft auf Unternehmen konzentrieren. Dort können man sich (von iOS und Android) unterscheiden, glauben die Redmonder. Dabei denkt Microsoft an die Bereiche Sicherheit, Verwaltbarkeit und Continuum . Aber auch Endverbraucher, denen diese Kriterien wichtig erscheinen, sollen weiter bedient werden. "Wir werden auch weiterhin auf allen Geräten und auf unsere Cloud-Services für alle mobilen Plattformen innovativ sein", verspricht Microsoft-Chef Satya Nadella.

Bis zu 1350 Jobs sollen bei Microsoft Mobile Oy in Finnland gestrichen werden. Dazu kommen noch 500 Entlassungen an anderen Microsoft-Niederlassungen rund um den Globus. Bei Microsoft Oy, einem Tochterunternehmen von Microsoft im finnischen Espoo, das für den Verkauf zuständig, soll es dagegen keine Entlassungen geben.

Microsoft will die Umstrukturierung großenteils bis Ende 2016 durchgezogen haben. Bis Juli 2017 soll der Umbau dann abgeschlossen sein. Im Juli endet das Finanzjahr von Microsoft.

Windows 10 Mobile: Windows 10 für Smartphones im Praxis-Test

Am 19. Juli 2016 will Microsoft weitere Details zu dem beschlossenen Umbau bekannt geben.

Der lange Niedergang von Windows Mobile

Microsoft hat 2014 von dem ehemaligen Handy-Giganten Nokia dessen Handy- und Smartphonesparte übernommen. Kurz nach der Übernahme begann Microsoft aber bereits mit einem massiven Stellenabbau im Bereich der von Nokia übernommenen Handy-Sparte . Im Jahr 2015 folgte eine weitere Entlassungswelle, die besonders die Handy-Sparte traf.

Der geringe Marktanteil von Windows-Phones führte dazu, dass bereits über das Ende von Windows Mobile spekuliert wird. Microsoft betonte aber, dass es die Lumias speziell mit dem Fokus auf Unternehmenskunden weiter entwickeln wolle. Dann kam der nächste Nackenschlag: Here stellte seine Karten-App für Windows ein.

Am 18. Mai 2016 teilte Microsoft schließlich mit, dass es seine Handysparte, die Feature Phones produziert, an FIH Mobile Ltd., ein Tochterunternehmen von Foxconn, verkauft. In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass Nokia vor einem Comeback im Smartphonesgeschäft stehen soll. Mittlerweile haben die Marktforscher von Gartner festgestellt, dass der Marktanteil von Windows 10 Mobile bei den Smartphoneverkäufen auf unter ein Prozent gefallen ist.


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