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Microsoft stoppt Internet Explorer für Mac

16.06.2003 | 13:18 Uhr |

Als vor zwei Jahren Apple sein Mac OS X auf den Markt brachte, war Microsoft der erste Anbieter, der einen an das Unix-basierende Betriebssystem angepassten Browser abieten konnte. Damit ist jetzt aber Schluss, Microsoft stellt die Entwicklung der Software ein.

Als vor zwei Jahren Apple sein Mac OS X auf den Markt brachte, war Microsoft der erste Anbieter, der einen an das Unix-basierende Betriebssystem angepassten Browser abieten konnte. Seither hat der Redmonder Konzern seinen Internet Explorer für den Mac allerdings kaum mehr weiterentwickelt, und jetzt ird das Produkt vollends eingestellt, wie die Computerwoche berichtet. Produkt-Managerin Jessica Sommers erklärte, für Macintosh-Besitzer sei es künftig sinnvoller, Apples "Safari"-Browser zu verwenden.

Apple habe Zugriff auf Interna des Betriebssystems, die Microsoft nicht zur Verfügung stünden, und könne darum einen besser integrierten Browser mit mehr Features anbieten, erklärte Sommers. Die Macintosh Business Unit werde aber weiterhin andere Produkte für die Apple-Plattform anbieten, unter anderem eine neue Version der Bürosuite "Office". "Unser Verhältnis ist so gut wie eh und jeh", versicherte Sommers, "dies ist keineswegs ein Anzeichen dafür, dass wir uns von anderen Produkten zurückziehen."

Microsoft hatte vor Jahren, als Apple tief in der Krise steckte, für 150 Millionen Dollar stimmrechtlose Aktien des Mac-Herstellers erworben. Apple lieferte seither seine Rechner mit Browser und Mail-Client der Gates-Company aus. OS X enthielt allerdings nur noch den Internet Explorer, da Apple bereits seinen eigenen Mail-Client entwickelt hatte. Seit Anfang dieses Jahres bietet Apple auch seinen eigenen Browser an, der sich offiziell noch im Beta-Stadium befindet. Safari basiert zu großen Teilen auf den HTML- und Javascript-Engines von KDE/Konqueror.

Microsoft bietet mit "Office:mac v. X" das gegenwärtig einzig kommerziell brauchbare Office-Paket für Mac OS X an. Openoffice.org gibt es derzeit nur in einer schlecht ins Apple-System integrierten X11-Variante, und integrierte Pakete wie Appleworks bieten zu wenige Features.

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