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Microsoft setzt Open Source mit "Viren-Software" gleich

26.06.2001 | 11:34 Uhr |

Die Attacken von Microsoft gegen OpenSource-Software haben einen neuen Höhepunkt erreicht. In den Lizenz-Bedingungen für die zweite Beta des "Microsoft Mobile Internet Toolkit" wird ausdrücklich die Verwendung "potenzieller Viren-Software" untersagt. Gemeint sind damit Programme, die gewissen OpenSource-Lizenz-Bestimmungen unterliegen.

Die Attacken von Microsoft gegen OpenSource-Software haben einen neuen Höhepunkt erreicht. In den Lizenz-Bedingungen für die zweite Beta des "Microsoft Mobile Internet Toolkit" wird ausdrücklich die Verwendung "potenzieller Viren-Software" untersagt. Gemeint sind damit Programme, die gewissenOpen SourceLizenz-Bestimmungen unterliegen.

Von diesem Verbot sind Programme betroffen, die unter folgende Lizenzen fallen: General Public License (GPL), Lesser/Library GPL (LGPL), The Artistic License (zum Beispiel Perl), Mozilla Public License, Netscape Public License, Sun Community Source License (SCSL) und Sun Industry Standards License (SISL). Dabei würde es sich Microsoft zufolge möglicherweise um Virenprogramme ("Potentially Viral Software") handeln.

Zudem ist der Redmonder Software-Hersteller in den USA immer wieder hinter der Lizenzierung seiner eigenen Produkte her, wie Spiegel Online berichtet. In den letzten Tagen hat Microsoft in den USA Tausende von Unternehmen angeschrieben, damit diese ihre Software-Lizenzen überprüfen und Microsoft über das Ergebnis Bericht erstatten. Microsoft vermutet - wohl nicht ganz zu Unrecht - gerade bei mittelständischen Unternehmen, dass diese nichtlizenzierte Microsoft-Produkte einsetzen.

Microsoft gesteht: Wir setzen Open Source auf unseren Servern ein (PC-WELT Online, 19.06.2001)

Microsoft warnt vor Linux-Einsatz (PC-WELT Online, 09.05.2001)

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