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Microsoft präsentiert weiteren "Mira"-Prototypen

03.06.2002 | 15:02 Uhr |

Auf der heute beginnenden Computex-Messe in Taipeh präsentierte Microsoft die neuesten "Mira"-Prototypen. Mira erlaubt es Anwendern, an jedem Ort seiner Wohnung mit seinem PC zu arbeiten, als säße er direkt vor dem Rechner.

Auf der heute beginnenden Computex-Messe in Taipeh präsentierte Microsoft die neuesten "Mira"-Prototypen. Mira erlaubt es dem Anwender, an jedem Ort seiner Wohnung mit seinem PC zu arbeiten, als säße er direkt vor dem Rechner. Hierzu wird der Mira-fähige Monitor vom PC getrennt. Dieser sendet dann die Daten per Funkverbindung an den Rechner.

Auf der Messe zeigt Microsoft die Prototypen der vier Hardware-Produzenten Tatung, Winstron, First International Computer (FIC) und AboCom Systems. Das Unternehmen zeigte sich weiterhin zuversichtlich, den geplanten Starttermin Ende dieses Jahres einhalten zu können.

Ein kabelloser LAN-Link hält die Verbindung des Monitors mit dem PC aufrecht. Die Grafikdarstellung übernimmt ein in das Gerät integrierter Prozessor, so dass der Anwender keine Einschränkungen beim Arbeiten auf dem Balkon oder im Bett befürchten muss. Ein Wermutstropfen ist allerdings die Tatsache, dass die Mira-Technologie lediglich zu Windows XP Professional kompatibel ist. Besitzer der Home Edition kommen nicht in den Genuss der Technik, oder müssen auf die teurere Professional-Version upgraden.

Die neue Entwicklung hat allerdings auch ihren Preis. Für die erste Mira-Generation geht Microsoft von Preisen zwischen 500 und 1000 Dollar aus.

In den letzten Monaten lief bereits ein Betatest, bei dem die Teilnehmer auch Vorschläge für Verbesserungsmöglichkeiten angeben konnten. An erster Stelle der Wunschliste landete der Wunsch nach einer simultanen Verbindung zum Rechner. Bei dem derzeitigen System können Anwender ausschließlich entweder am Rechner selbst oder am Mira-Display arbeiten.

Ein weiterer, verbesserungswürdiger Punkt aus Sicht der Tester waren die Multimedia-Fähigkeiten des Mira-Displays. So wünschen sich viele Tester beispielsweise die Möglichkeit, auch DVDs am Mira-Display betrachten zu können. Derartige Funktionen werden allerdings nicht mehr in die erste Generation der Hardware integriert, die Entwickler denken aber über einen Einsatz in kommenden Mira-Generationen nach.

Ballmer kündigt "digitale Dekade" an (PC-WELT Online, 13.03.2002)

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