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Microsoft bestätigt Stellenabbau: 7800 müssen gehen

09.07.2015 | 11:22 Uhr |

Nachdem Microsoft erst 2014 18.000 Mitarbeiter entlassen hat, folgt nun ein weiterer Stellenabbau: 7800 Menschen müssen Microsoft verlassen.

Update 9.7., 11.22 Uhr: Microsoft entlässt 7800 Mitarbeiter

Microsoft hat heute wie erwartet einen neuen Stellenabbau bekannt gegeben. Bis zu 7800 Microsoft-Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen. Der zusätzliche Stellenabbau soll in den nächsten Monaten erfolgen. Die meisten der 7800 wegfallenden Stellen stammen aus dem Smartphone-Bereich, den Microsoft von Nokia übernommen hat.

Zusätzlich wird Microsoft 7,6 Milliarden US-Dollar für die Übernahme des finnischen Handyherstellers – konkret: Nokia Devices and Services (NDS) Business - abschreiben. Diese enorme Summe kommt noch zu den 750 bis 850 Millionen Dollar, die Microsoft für die Umstrukturierung bisher bereits berücksichtigt hat.

Microsoft-Chef Nadella stellte in einer Mail an die Microsoft-Mitarbeiter fest, dass Microsoft sich künftig bei den Smartphones auf diese drei Bereiche konzentrieren wolle: Geschäftskunden, preisbewusste Kunden und Windows-Fans. Letztere sollen Smartphone-Flaggschiffe bekommen.

Ende des Updates, Beginn der ursprünglichen Meldung von heute Vormittag:

In München feierte Microsoft erst vor wenigen Tagen das Richtfest für seine neue Deutschland-Zentrale. Diese entsteht in der Parkstadt Schwabing im Norden von München direkt am Ende der A9. Nur einen Steinwurf vom Verlagsgebäude der PC-WELT entfernt. Doch konzernweit gibt es bei Microsoft anscheinend weniger Grund zum Feiern.

Neuer Stellenabbau

Denn Microsoft plant nach einem Bericht der New York Times einen weiteren massiven Stellenabbau. Das Redmonder Unternehmen würde damit auf die nachlassende Nachfrage nach Geräten und Services reagieren. Das will die New York Times von Personen erfahren haben, die von dem Stellenabbau Kenntnis bekommen haben.

Stellenmarkt der PC-WELT

Bekanntgabe angeblich heute
 
Angeblich will Microsoft den neuen Stellenabbau heute bekannt geben. Viele der gestrichenen Stellen würden aus der Hardware-Abteilung von Microsoft kommen. Bereits 2014 hatte Microsoft rund 18.000 Mitarbeiter entlassen. Der damalige Kahlschlag betraf vor allem den von Nokia übernommenen Smartphone-Bereich.

Verkäufe an Uber und AOL

Erst vor wenigen Tagen hatte Microsoft mitgeteilt, dass es einen Teil seiner Bing-Maps-Abteilung an den Fahrervermittlungsdienst Uber verkaufen werde. AOL wiederum übernimmt das Online-Werbe-Business von Microsoft. Alle diese Maßnahmen dienen offensichtlich dazu Microsoft weiter in Richtung Cloud-Dienstleister auszurichten.
 

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