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Microsoft optimiert Storage Server

15.04.2006 | 12:27 Uhr |

Mit der Überarbeitung des "Storage Server" präsentiert Microsoft diesen nun in der Version R2. Damit wird die Integration von NAS-Geräten in ein Speichernetz ermöglicht. Besonders großen Firmen mit vielen Außenstellen kommt dies bei der Zentralisierung ihrer Datenhaltung zugute. Datenreplikation und Datenkompression wurden ebenfalls verbessert.

Die momentan stark aufkommenden "Wide Area File Systems" (WAFS) ersetzen immer mehr Windows-Server in den Außenstellen vieler Firmen. Microsoft reagiert auf die Konkurrenz und veröffentlicht eine überarbeitete Version des Storage Servers. Wichtigste Neuerung: Es werden nur noch Änderungen der Files übertragen, um Engpässe im WAN zu vermeiden.

Die Überwachung der Speicherkapazitäten und Geräte übernehmen web-basierende Werkzeuge, womit die Verwaltung der NAS-Speicher erleichtert wird. Die Recovery-Zeiten werden verringert, indem die „Volume Shadow Copy Services“ (VSS) auf Wunsch alle vier Stunden Kopien der geänderten Files erstellen. Der „File Resource Manager“ (FSRM) ordnet dediziert Speicherplatz für Festplatten und Ordner zu, installiert Filter, um die Ablage bestimmter Daten zu verhindern oder generiert Berichte über unterschiedliche Vorgänge.

Der neue Storage Server agiert auch als Gateway ins Internet und vereint somit die Vorteile von NAS und SAN. Ein „SAN Boot“ soll dank iSCSI ebenfalls möglich sein. Unix-Anwender benötigen kein „Samba“ mehr, um Windows CIFS mit NFS zusammenarbeiten zu lassen. Neben der Unterstützung von „Distributed File System“ (DFS) und Active Directory Service bietet R2 auch Collaboration-Tools.

Bisher haben 50 Hardware-, Software- und Lösungsanbieter, darunter Brocade, Dell, Fujitsu-Siemens, Hewlett-Packard, IBM und Tacit, Produkte auf Basis von R2 angekündigt. Bisher gibt es jedoch noch keine Hinweise, ob das neue Microsoft Produkt konform zu den SMI-S-Richtlinien der Storage Networking Association (Snia) sein wird. Auch Techniken wie "Tiered storage" und Information-Lifecycle-Management (ILM) wurden nicht erwähnt. Eventuell plant der Software-Riese diese Funktionen für die nächste Storage Server Version im Jahre 2007.

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