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Microsoft nennt weitere Palladium-Details

30.07.2002 | 15:29 Uhr |

Rund ein Monat ist vergangen, seit Microsoft mit "Palladium" ein Vorhaben angekündigt hat, Hard- und Software-Sicherheit in jedem Windows-PC zu verknüpfen. Der Plan wurde seitdem entweder als mögliche Rettung oder als Gefahr für Computer-Sicherheit und Nutzerfreiheit bewertet. Die Details von Palladium, das von einer massenhaften Verbreitung noch Jahre entfernt ist, waren allerdings nur skizzenhaft und können sich auch noch ändern. Microsoft hat aber inzwischen weitere Details zu dem System bekannt gegeben, was es bewirken soll und was nicht.

Rund ein Monat ist vergangen, seit Microsoft mit "Palladium" ein Vorhaben angekündigt hat, Hard- und Software-Sicherheit in jedem Windows-PC zu verknüpfen. Der Plan wurde seitdem entweder als mögliche Rettung oder als Gefahr für Computer-Sicherheit und Nutzerfreiheit bewertet.

Die Details von Palladium, das von einer massenhaften Verbreitung noch Jahre entfernt ist, waren allerdings nur skizzenhaft und können sich auch noch ändern. Microsoft hat aber inzwischen weitere Details zu dem System bekannt gegeben, was es bewirken soll und was nicht, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet.

Palladium im schematischen Überblick. (Quelle: Microsoft)

Palladium errichtet innerhalb eines PCs einen "abgeschotteten Raum", in dem bestimmte Anwendungen ablaufen können. Es benötigt einen speziellen Sicherheits-Chip und entsprechend angepasste Applikationen. Der "Trusted Space" ist von Windows abgetrennt und soll damit sensible Informationen vor Viren, Hackern und sonstigen Bedrohungen schützen. Das System soll dem Benutzer ferner gestatten, Dokumente mit zeitlich begrenzter Existenz zu erstellen sowie die Verbreitung von Dokumenten zu steuern.

Diese theoretischen Möglichkeiten schürten prompt die Angst, das System werde die Kontrolle des Anwenders über seinen Rechner einschränken und beispielsweise eine übliche Nutzung von Musik- und Videodaten beschränken oder unmöglich machen. Mario Juarez, Group Product Manager des Bereichs Content Security, bemüht sich um Klarstellung: "Palladium ist kein DRM (Digital Rights Management), sondern eine gute Plattform, um darauf DRM aufzusetzen", erklärt der Microsoft-Mann. Anfänglich war die Technik mit einer Reihe von Patenten verknüpft, die Microsoft für ein "DRM-Betriebssystem" erhalten habe. Es ist aber unklar, inwieweit diese Patente überhaupt in das spätere System hineinspielen werden.

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