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Microsoft macht "mobil"

24.03.2001 | 12:28 Uhr |

Microsoft startet mit einer breit angelegten Initiative im mobilen Internet durch. Auf der CeBIT in Hannover hat der weltgrößte Software-Hersteller dafür Kooperationen unter anderem mit Siemens und T-Mobil angekündigt.

Microsoft startet mit einer breit angelegten Initiative im mobilen Internet durch. Auf der CeBIT in Hannover hat der weltgrößte Software-Hersteller dafür Kooperationen unter anderem mit Siemens und T-Mobil angekündigt.

Siemens will künftig spezielle Lösungen wie Smartphones und Taschen-PCs auf der Basis von Microsofts Mobil-Software "Stinger" entwickeln. Auch gemeinsam mit T-Mobil will Microsoft den Erfolg seiner Net-Strategie und der neuen Mobil-Software forcieren, mit der das Unternehmen in den lukrativen Markt des mobilen Internets gelangen will.

"Wir werden unsere Zusammenarbeit mit Microsoft auch in Zukunft weiter ausbauen", meinte Georges Boulloy, Siemens-Chef für Produktentwicklung, in einem Gespräch mit der dpa. Siemens präsentiert auf der größten Computerschau der Welt einen ersten Taschen-PC mit Microsofts "Stinger"-Software.

Das "MultiMobile" soll als Organizer, Internet-Zugangsgerät und Telefon ein Alleskönner sein. "Die Attraktivität der "Stinger"-Software besteht vor allem darin, dass der Benutzer nicht umlernen muss", meinte Boulloy. Die Microsoft-Software gewährleiste auf allen mobilen Geräten die gleiche Benutzeroberfläche wie beim PC. Das GPRS-fähige MultiMobile mit TFT-Farbbildschirm soll im Herbst dieses Jahres in den Handel kommen.

Gemeinsam mit T-Mobil will Microsoft künftig auf einem Internet-Portal personalisierte Service- Angebote bieten, die über die neuen Funkübertragungsstandards GPRS und UMTS von Handys, Smartphones und Taschen-PCs abrufbar sein sollen.

Bislang hatte Microsoft auf dem mobilen Sektor nur wenig Erfolg. Auch mit seinem Betriebssystem Windows CE hatte sich Microsoft nur schwer gegen die Konkurrenz durchgesetzt.

Mit dem neuen, auf Breitbandfunknetze ausgelegten Betriebssystem "Stinger" will Microsoft jetzt vor allem Hersteller von Handys und Smartphones überzeugen. Im Markt der Taschen-PCs habe sich das Unternehmen trotz der absoluten Marktführerschaft von Palm gut durchsetzen können. Microsoft habe gemeinsam mit Compaq bereits einen Marktanteil von 31 Prozent erreicht. (PC-WELT, 24.03.2001, dpa/ mp)

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