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Microsoft macht in Opensource

06.04.2004 | 11:29 Uhr |

Mit einem Milliardenvergleich beendeten Microsoft und Sun Microsystems ihre jahrelange Fehde - eine Überraschung (und ein Schocker) für viele Beobachter. Jetzt hat die "Bestie aus Redmond" wie Sun-Mitbegründer Scott McNealy den Erzfeind einst nannte, eine weitere Überraschung parat: Microsoft goes Opensource - mit dem Windows Installer XML.

Mit einem Milliardenvergleich beendeten die Branchengiganten Microsoft und Sun Microsystems ihre jahrelange Fehde - eine Überraschung (und ein Schocker) für viele Beobachter (wir berichteten). Jetzt hat die "Bestie aus Redmond" wie Sun-Mitbegründer Scott McNealy den Erzfeind einst nannte, eine weitere Überraschung parat: Microsoft goes Opensource - mit dem Windows Installer XML (Extensible Markup Language). Mit dem Tool können Programmierer Windows Installations-Pakete aus XML-Source-Code erzeugen.

Das Unternehmen hat das "WiX" genannte Tool unter einer Opensource-Lizenz, genauer gesagt unter der Common Public License (CPL), veröffentlicht und bei SourceForge.net eingestellt. Die ursprünglich von IBM stammende Common Public License (CPL) erlaubt es, den Code zu modifizieren und in einem kommerziellen Produkt zu nutzen.

Wie Jason Matusow, Microsoft Manager für Shared Source Initiatives, erklärte, ist es das erste Mal, dass das Unternehmen ein Projekt unter einer Open-Source-Lizenz bereitstellt - im Sinne eines Projekts, das "von den Opensource.org Leuten anerkannt" wird.

Der Softwaregigant wird damit fortfahren, Programmcode unter diversen Lizenzierungs-Möglichkeiten bereitzustellen, so Matusow weiter. Eventuell auch unter der Common Public License (CPL). Pläne, die GNU General Public License zu nutzen gibt es allerdings keine.

Erzfeinde Sun und Microsoft begraben überraschend das Kriegsbeil (PC-WELT Online, 05.04.2004)

Billig-Windows breitet sich aus (PC-WELT Online, 03.03.2004)

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