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Microsoft macht Virtual Earth fit für Deutschland

20.03.2007 | 08:36 Uhr |

Vírtual Earth ist Microsofts Antwort auf Google Earth. Auch deutsche Anwender finden ihre Heimatstadt bereits via Virtual Earth, müssen allerdings oft eine schlechtere Auflösung und weniger Funktionen als amerikanische Anwender akzeptieren. Das soll sich aber bald ändern, Microsoft arbeitet fieberhaft an an einer deutschen Lokalisierung von Virtual Earth.

Die Welt lässt sich bekanntlich bequem vom PC aus erkunden. Beispielsweise mit Hilfe von Google Earth. Doch auch Microsoft bietet virtuelle Reisen rund um den Globus an: mit Virtual Earth . Anders als bei Google Earth handelt es sich dabei um eine rein Browser-basierte Anwendung, man muss sich also keine EXE-Datei herunterladen und installieren. Deutschen Anwendern soll Virtual Earth bald deutlich mehr Leistung bieten, wie Michael Amrehn, Marketing Manager von Microsofts Virtual Earth Business-Abteilung, im Gespräch mit der PC-WELT versprach.

So will Microsoft Virtual Earth bald auch eine deutsche Lokalisierung vorlegen, zirka 70 Prozent der dafür erforderlichen Entwicklungsarbeit seien mittlerweile geschafft. Viele Regionen Deutschlands sollen bald in einer deutlichen besseren Bildauflösung zur Verfügung stehen. Denn Virtual Earth bietet neben der reinen Kartenansicht auch eine Satellitenbildansicht und eine Kombination aus Karten- und Satellitenbildansicht.

Schon jetzt lassen sich einige wenige deutsche Städte wie beispielsweise München in der Vogelflugperspektive darstellen. Dieses Angebot will Microsoft in Kooperation mit anderen Unternehmen baldmöglichst ausbauen. Im Frühsommer werden dann Flugzeuge über deutschen Metropolen kreisen, die aus fünf verschiedenen Blickwinkeln Fotos schießen. Die Fotos werden am PC überlappend zusammengesetzt und ergeben schließlich eine nahezu nahtlose 3D-artige Stadtansicht aus der Vogelflugperspektive. Diese Aufnahmen werden ausschließlich in den Sommermonaten geschossen, damit auf den Fotos auch Vegetation zu sehen ist. Im Winter bleiben die Flugzeuge somit am Boden. Das Kartenmaterial für Virtual Earth erstellt Microsoft übrigens nicht selbst, sondern kauft es von Navigon ein, einem der beiden weltweit führenden Karten-Lieferanten für Navigationssysteme.

Microsoft legt großen Wert darauf, dass Virtual Earth anders als Google Earth völlig ohne Installation einer Desktopanwendung auskommt und vollständig im Browser läuft. Denn Virtual Earth soll ganz besonders auch Businesskunden ansprechen. Diese würden aber oft davor zurückschrecken, auf ihren Rechner EXE-Dateien zu installieren. Deshalb habe Microsoft Virtual Earth konsequent als reine Browseranwendung entwickelt, die auch im Firefox und Safari reibungslos laufen sollte.

Bei Virtual Earth werden übrigens sicherheitsrelevante Örtlichkeiten ausgegraut. Damit sollen Terroristen daran gehindert werden, Virtual Earth zur Vorbereitung von Anschlägen zu benutzen.

Microsoft Virtual Earth 3D: Städterundflug mit Werbetafeln

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