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Microsoft liefert Beta seiner Mittelstands-Server Cougar und Centro aus

03.01.2007 | 13:25 Uhr |

Die beiden Produkte beruhen auf dem "Longhorn"-Server, der Ende 2007 auf den Markt kommen soll. Microsoft will sie nur in 64-Bit-Ausführungen anbieten.

"Cougar" gilt als Nachfolger des " Small Business Server " (SBS), der auf dem Windows Server 2003 beruht. Der SBS enthält neben dem Betriebssystem das Mail-System Exchange 2003 und die Datenbank SQL Server 2006. Die Premium Edition umfasst zudem noch den "Internet and Security Acceleration (ISA) Server 2004". Cougar wird diese Produkte ebenfalls mitbringen, wobei Exchange in der Version 2007 an Bord sein wird. Voraussichtlich integriert Microsoft noch die Tools zur Systemverwaltung "System Center Essentials".

Unter dem Codenamen "Centro" schnürt Microsoft ein ähnliches Paket wie bei Cougar, orientiert sich damit aber an mittelgroßen Firmen. Während Cougar auf 75 Benutzer beschränkt bleibt, liegt das Limit für die größere Mittelstandsvariante bei 500 Usern. Zusätzlich erhält Centro Sicherheitsprodukte aus dem "Forefront"-Portfolio. Darüber hinaus kann die größere Ausführung auf mehreren Servern installiert werden. Microsoft liefert zu diesem Zweck eigene Setup-Tools mit, die das Einrichten von Server-Farmen erleichtern sollen. Die Cougar-Lizenz berechtigt hingegen nur zur Ausführung des Systems auf einer Maschine.

Beide Mittelstandspakete beruhen auf dem kommenden Longhorn-Server. Dieser soll noch im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen. Cougar und Centro lieferte Microsoft jetzt für einen geschlossen Betatest an ausgesuchte Anwender. Ihre Fertigstellung ist für 2008 vorgesehen. Während "Windows Server Longhorn", der schließlich wohl "Windows Server 2008" heißen wird, auch in einer 32-Bit-Variante zur Verfügung stehen soll, gibt es die Mittelstands-Server nur in Ausführungen für x64-Prozessoren.

Ein Hauptgrund für diese Entscheidung ist die Integration von Exchange 2007, das nur als 64-Bit-Software existiert und ein ebensolches Betriebssystem erfordert. Ironischerweise drängt Microsoft damit kleinere Firmen besonders zum Umstieg auf 64-Bit-Technologie, obwohl dort der Bedarf für deren Leistungsfähigkeit geringer ist. (ws)

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