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Microsoft liefert 64-Bit-Windows aus

Microsoft bringt Versionen seines Betriebssystems Windows für die neue Generation der so genannten 64-Bit-Chips auf den Markt.

Microsoft bringt Versionen seines Betriebssystems Windows für die neue Generation der so genannten 64-Bit-Chips auf den Markt. Die Versionen der Software Windows Server 2003 und Windows XP Professional seien für die neuen Prozessoren der Chiphersteller AMD und Intel optimiert, teilte Microsoft am Montag in Seattle mit. Die Software-Unterstützung ist ein wichtiger Schritt bei der Vermarktung der neuen Chips. "Ein 64-Bit-Prozessor ohne ein Betriebssystem und 64-Bit-Software ist nicht mehr als ein Briefbeschwerer", sagte Shane Rau, Analyst bei der Marktforschung IDC.

Die so genannte 64-Bit-Technologie war bislang vor allem in Großrechnern und Netzwerkcomputern eingesetzt worden, inzwischen gibt es entsprechende Chips jedoch auch für den Personal Computer, wo bislang herkömmliche 32-Bit-Prozessoren genutzt werden. Dank einer deutlich größeren Speicherkapazität soll mit den 64-Bit-Chips auch auf PCs die Nutzung rechenintensiver und grafisch aufwendigerer Software möglich sein.

Microsoft-Chef Bill Gates will auf der Entwicklerkonferenz WinHEC in Seattle zudem auch Details des Windows-Nachfolgers "Longhorn" zeigen, das voraussichtlich Ende kommenden Jahres auf den Markt kommen soll. Das neue Betriebssystem soll den Umgang mit großen Datenmengen erheblich vereinfachen sowie neue Organisations- und Suchfunktionen enthalten. Die grafische Oberflächengestaltung von Longhorn werde mehr dreidimensional und Film-ähnlich erscheinen, sage Microsoft-Produktmanager Greg Sullivan.

Im vergangenen Jahr ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg der Umsatz mit Windows für Personal Computer, Microsofts profitabelstem Bereich, um die Hälfte zurückgegangen, da die meisten Kunden bereits eine aktuelle Version nutzen. Das Betriebssystem Windows XP ist seit 2001 auf dem Markt.

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