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Microsoft lässt drei Tage für andere arbeiten

24.02.2006 | 14:32 Uhr |

Microsoft gibt seinen Mitarbeitern in Asien drei Tage frei und zahlt deren Gehalt weiter. Dafür müssen diese sich in gemeinnützigen Projekten engagieren.

Microsoft stellt jeden seiner Mitarbeiter in Asien drei Tage von der Arbeit frei und zahlt in dieser Zeit das Gehalt weiter. Allerdings für einen ganz bestimmten Zweck: Die Microsoft-Angestellten sollen die drei Tage für Community-Projekte nutzen, um die digitale Spaltung des Kontinents zu überwinden.

Microsoft beschäftigt 6000 Mitarbeiter in Asien. Wenn jeder von ihnen drei Tage für gemeinnützige Projekte aufwendet, macht das immerhin 18.000 Arbeitstage pro Jahr aus.

Diese Zeit soll genutzt werden, um 150 Millionen bisher von der IT abgekoppelten Asiaten Zugang zu moderner Technologie und dem Internet zu verschaffen. Sie sollen lernen, wie man im Web Informationen sucht und miteinander kommuniziert. Genau dieses Wissen sollen die Microsoft-Mitarbeiter in ihren drei freien Tagen pro Jahr vermitteln.

Diese Maßnahme ergänzt Microsofts bisherige Schritte im Kampf gegen die Armut in weiten Teilen Asiens. Denn der Redmonder Konzern hat bereits etliche Trainingscenter in asiatischen Staaten eingerichtet, Software für Schulungszwecke zur Verfügung gestellt und Lehrer bezahlt.

Ganz ohne Hintergedanken engagiert sich Microsoft sicherlich nicht. Denn wer seine ersten Erfahrungen mit Produkten aus Redmond und besonders mit Windows macht, bleibt diesem System zunächst einmal treu. Und ist damit der zahlende Kunde der Zukunft. Zumal gerade in ärmeren Ländern Linux durchaus als Alternative zum kostspieligen Windows gehandelt wird.

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