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Microsoft lädt Hacker zum Vista-Test ein

05.08.2006 | 14:09 Uhr |

Nach den teilweise verheerenden Sicherheitslecks in den Windows-Versionen der vergangenen Jahre, folgt Microsoft einer neuen Taktik und lädt einige der besten Computer-Experten dazu ein, das Sicherheitssystem von Windows Vista zu knacken.

Microsoft ermöglichte knapp 3000 Sicherheitsexperten und Hackern der Black Hat Konferenz den Zugang zu einer speziellen Testversion von Windows Vista. Damit möchte man das neue Produkt vor zukünftigen Angriffen und Datendiebstahl schützen. Der Softwareriese stand schon häufig in der Kritik von Windows-Benutzern, denen beträchtlicher Schaden durch übersehene Sicherheitslecks entstanden ist. Durch diese Aktion möchte man nun klarstellen, dass sich etwas in der Politik von Microsoft geändert hat.

Schon Anfang kommenden Jahres soll Vista in die Regale wandern. Bei dem komplett neu geschriebenen Betriebssystem möchte man die in den Vorjahren begangenen Fehler nicht noch einmal wiederholen. Daher beschränkt man sich nicht nur auf die vollmundige Ankündigung der neuen Features, sondern bittet die Softwareexperten dieser Welt um die Mithilfe bei Sicherheitsaspekten.

Dies soll ebenfalls durch ein firmeninternes Sicherheitsteam gewährleistet werden, welches unter anderem auch die Bereiche der Xbox 360 oder der neuen Word-Programme überwacht. Dessen Autorität ermögliche es, Produkte solange zurückzuhalten, bis die geforderten Sicherheitstests bestanden wurden. Weiterhin war Microsoft der Gastgeber von zwei internen Konferenzen, die es internationalen Experten ermöglichten, sich über ihre Forschungen zu Computer-Attacken auszutauschen.

Nun hofft Microsoft auf die Mithilfe der größten Sicherheitsgurus der Welt, die den Programmcode nach Bugs durchforsten sollen. Ob es sich dabei jedoch nur um ein medientaugliches Statement handelt, bleibt abzuwarten.

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