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Microsoft kassiert für VB-6-Support

17.03.2005 | 16:11 Uhr |

Die VB-6-Entwickler murren, weil Microsoft zum Ende diesen Monats den kostenlosen Support für diese Programmiersprache einstellen. Hilfestellung, Beratung und Patches wird es aber auch weiterhin geben - gegen Bares.

Microsoft stellt den kostenlosen Support für Visual Basic 6 Ende März ein. An dieser Entscheidung hält das Unternehmen trotz des vehementen Protestes von VB-Programmierern fest. Wer bereit ist zu löhnen, kann allerdings auch nach dem 31. März die erweiterte Beratung durch Microsofts Entwicklungsexperten in Anspruch nehmen, zumindest weitere drei Jahre lang. Das stellte ein führender Microsoft-Mitarbeiter nochmals klar.

Ab 1. April ist jeder Kontakt zum Support-Center kostenpflichtig. Selbst für kritische Updates muss der VB-Programmierer bezahlen. S. "Soma" Somasegar, Corporate Vice President der Microsoft Tools Division, sieht darin nichts Schlimmes, schließlich habe Microsoft das bereits 2002 angekündigt, wie er in seinem Weblog betont.

VB-6-Entwickler hätten seit 1998 kostenlose Unterstützung gekommen. Zudem seien Sicherheitspatches für die Visual Basic Runtime unter Windows XP auch weiterhin kostenlos erhältlich. Kostenpflichtig werden aber nur Flicken für die Entwicklungsumgebung.

Die Betroffenen sehen das anders. Fast 2000 Software-Entwickler hatten gegen die Entscheidung protestiert, den freien Support für Visual Basic 6 und Visual Basic for Applications (VBA) Ende März dieses Jahres einzustellen, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet. Die VB-Anhängerschaft fordert nicht nur den weiterhin freien Support für VB. Die Sprache solle zudem parallel zum neuen "Visual Basic .NET" – das auf dem .NET Framework basiert - weiterentwickelt werden.

Wer das englischsprachige Weblog von Somasegar nachlesen möchte, kann das hier tun.

Purebasic in Version 3.93 verfügbar (PC-WELT Online, 02.03.2005)

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