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Microsoft hat Virus verbreitet

25.04.2001 | 11:49 Uhr |

Microsoft hat auf seiner Website virenverseuchte Hotfixes bereit gestellt. Davon betroffen sind "Premier-Support"-Kunden und "Gold Certified Partners", da nur diese Zugriff auf die Website mit den Hotfixes haben.

Microsoft hat auf seiner Website virenverseuchte Hotfixes bereit gestellt. Davon betroffen sind "Premier-Support"-Kunden und "Gold Certified Partners", da nur diese Zugriff auf die Website mit den Hotfixes haben. Mittlerweile wurden die infizierten Dateien entfernt.

Microsoft empfiehlt in einem Schreiben vom 23. April alle Hotfixes-Downloads aus der Zeit von 6. bis 20. April mit einem aktuellen Virenscanner zu überprüfen. Die infizierten Dateien wurden Microsoft zufolge entfernt und waren deshalb kurzzeitig nicht verfügbar. Heute sollen sie durch virenfreie Versionen ersetzt werden. Microsoft wird seine Kunden informieren, wenn die gesäuberten Hotfix-Dateien wieder bereit stehen.

Die Hotfixes waren mit dem so genannten FunLove-Virus infiziert. Dieser wurde im September 1999 entdeckt. Er verschafft unter Windows NT allen Nutzern Administratorrechte. Dadurch kann der Virus wiederum auf alle Systemdateien zugreifen. McAfee schätzt das Risikopotenzial von FunLove jedoch als mittel ein.

"Premier-Support"-Kunden und "Gold Certified Partners" sind Geschäftskunden von Microsoft, die einen speziellen Supportvertrag abgeschlossen haben. (PC-WELT, 25.04.2001, hc)

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