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Microsoft geht Mod-Chip-Anbieter für Xbox an den Kragen

04.10.2002 | 15:54 Uhr |

Der Softwarekonzern Microsoft will Lik Sang, einem der weltweit größten Anbieter von MOD-Chips für die Spielekonsole Xbox, juristisch das Handwerk legen. Einen Teilerfolg konnten die Redmonder bereits verbuchen, die Website des in Hongkong beheimateten Unternehmens ist bereits seit zwei Wochen offline - angeblich wegen Server-Problemen.

Der Softwarekonzern Microsoft will Lik Sang, einem der weltweit größten Anbieter von MOD-Chips für die Spielekonsole Xbox, juristisch das Handwerk legen, wie Cnet berichtet. Einen Teilerfolg konnten die Redmonder bereits verbuchen, die Website des in Hongkong beheimateten Unternehmens ist bereits seit zwei Wochen offline - angeblich wegen Server-Problemen.

Lik Sang vertrieb bis vor kurzem über seine Webseite die Bausteine, mit denen Xbox- und Playstation-Daddler die Sicherheits-Funktionen ihrer Spielkonsolen außer Kraft setzen konnten. Damit ist aber seit zwei Wochen Schluss. Die australische Niederlassung des Redmonder Software-Giganten schreibt sich diesen Erfolg auf ihre Fahnen - die australischen Microsoft-Leute haben eigenen Angaben zufolge nicht näher bezeichnete juristische Maßnahmen gegen die Chinesen in die Wege geleitet.

Mod-Chips sind das Mittel schlechthin, wenn ein Konsolen-Spieler bestimmte herstellerseitige Beschränkungen umgehen will. So kann man auf einer Xbox mit Mod-Chip DVDs abspielen, die nicht den richtigen Ländercode besitzen. Außerdem kann man damit Video-CDs, CD-ROMs mit Divx-Filmen und Kopien von Spielen auf der Xbox zum Laufen bringen. Der Mod-Chip öffnet somit Benutzern von Raubkopien den Weg ins Crack-Eldorado.

Die Verbreitung von Raubkopien von Spielen für die Xbox trifft wiederum Microsoft bis ins Mark. Denn Redmond kann nur über den Spieleverkauf Gewinne mit seiner Konsole erzielen, die Xbox selbst wird nämlich unter dem Herstellungspreis verkauft.

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