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Microsoft fürchtet Linux

15.01.2001 | 15:52 Uhr |

Steve Ballmer, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Microsoft, hat Linux als größte Bedrohung für Windows auf dem Markt bezeichnet. Damit hat das Open-Source-Betriebssystem sogar AOL als letztjährigem Hauptkonkurrenten den Rang abgelaufen.

Sowohl Unix als auch Linux bedrohen die starke Marktposition von Windows, gab Steve Ballmer, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Microsoft, auf einer Internet-Konferenz des Marktanalysten Morgan Stanley Dean Witter zu. Vor allem Linux bereite dem Konzern Kopfschmerzen, wie Planet IT berichtet.

Der erst kürzlich veröffentlichte Linux-Kernel 2.4 dürfte die Sorgen von Microsoft noch verstärkt haben. Bietet dieser doch einen deutlich verbesserten Systemkern und kann verstärkt mit Windows 2000 und Unix auf dem Markt konkurrieren. Vor allem im Serverbereich dürfte Microsoft um seine Position fürchten. Hier genießt das Open-Source-Betriebssystem (siehe Glossar) einen entschieden besseren Ruf, was die Stabilität anlangt.

"Ich denke man muss Konkurrenten, die einen im Kern bedrohen, ernster nehmen, als diejenigen, von denen man etwas will", so Ballmer. "Das setzt das Linux- und das Unix-Phänomen an die Spitze der Liste. Ich würde sogar das Linux-Phänomen an erster Stelle nennen." Bislang hatte sich Microsoft geweigert, Linux öffentlich als ernsthaften Konkurrenten zu bezeichnen.

Linux hat damit auch AOL den Rang abgelaufen: America Online war noch im letzten Sommer als Microsoft-Hauptkonkurrent bezeichnet worden. Oracle und Sun dagegen stufte Ballmer nur als Konkurrenz zweiten Grades ein. (PC-WELT, 15.01.2001, lmd)

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