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Elite-Uni Aachen setzt auf High-Performance-Windows

18.04.2008 | 12:40 Uhr |

High-Performance Computing (HPC) auf Basis von Unix betreibt die Rheineisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) schon länger, jetzt kommt ein Windows-HPC-Server hinzu.

Den Fuß in die Tür des High-Performance Computing möchte Microsoft schon länger bekommen. Nun hat der Softwareriese mit der RWTH eine feine Adresse hinzu gewonnen. Das nahm Microsoft auch gleich zum Anlass, das RZ der Hochschule zum Windows High Performance Cluster Competence Center (WinHP3C) zu erklären und im Rahmen eines Kooperationsvertrags dort eine deutsche Windows-HPC-Nutzergruppe (WinHPC-UG) zu initiieren. Diese trifft sich erstmals am 21. und 22. April und erfreut sich einer Pressemitteilung zufolge bereits "regen Zuspruchs" (Details werden nicht genannt).

Der Microsoft-HPC-Server an der RWTH läuft derzeit unter Windows Compute Cluster Server (CCS) 2003. Die Beta von Windows HPC Server 2008 wird bereits evaluiert. Mit Verfügbarkeit der neuen Version soll umgestellt werden, um Neuerungen wie den skalierbareren Job-Scheduler oder Network-Direct nutzen zu können.

Programmiert wird das System von Windows-Nutzern wie gewohnt über Visual Studio, das inzwischen HPC-Features wie MPI (Message Parsing Interface) und OpenMP (Open Multi-Processing) unterstützt . Damit könnten auch jene Anwender, die zum Beispiel aufgrund von Industriekooperationen auf Windows als Plattform "fokussiert" sind, den leistungsstarken HPC-Rechner im RZ für ihre Forschung nutzen, so Microsoft.

Der Redmonder Konzern bemüht sich seit einiger Zeit , mit Windows auch ins Hochleistungs-Computing vorzustoßen. Bislang waren die Anstrengungen allerdings kaum von Erfolg gekrönt , wie ein Blick auch in die aktuelle Top-500-Liste der weltweit schnellsten Computersysteme zeigt. (tc)

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