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Windows 8 nur als 64-Bit-Version?

26.11.2008 | 12:34 Uhr |

Eine von Microsoft gestartete Umfrage sorgt dafür, dass im Internet darüber spekuliert wird, dass Windows 8 - ja, der Nachfolger vom Nachfolger von Windows Vista ist gemeint - nur als 64-Bit-Betriebssystem erscheinen könnte.

Microsofts Karin Meier vom Windows SDK Team weist in ihrem Blog auf eine von Microsoft gestartete Umfrage rund um 32- und 64-Bit-Betriebssysteme auf. "Die Windows Engineering Teams sind in der Planung dessen, wie 64-Bit- und 32-Bit-Applikationen in künftigen Versionen des Betriebssystems arbeiten werden, während die Verbreitung der 64-Bit-PCs weiter zunehmen wird", schreibt Meier. Daher hätten die Entwickler eine Umfrage erstellt, in der sie von den Kunden in Erfahrung bringen möchten, welche Wünsche sie auf dem Gebiet der 32- und 64-Bit-Applikationen haben.

Die Microsoft-Umfrage besteht aus 12 Fragen und richtet sich - naturgemäß - in erster Linie an Entwickler. In der Umfrage werden die Entwickler gefragt, ob ihre Applikationen bereits für 64-Bit-Betriebsssteme optimiert sind und welche Vorteile dies aus ihrer Sicht hat.

Interessant ist die Frage: "What degree of 64-bit support do you want the primary application you work on to have by 2011?" Diese Frage können die Entwickler unter anderem mit der Angabe beantworten, dass ihre Applikation bis zu diesem Zeitpunkt nur als 64-Bit-Version ausgeliefert wird.

Der genannte Zeitpunkt, 2011, lässt natürlich die Alarmglocken klingeln, weil es sich immerhin um das Jahr bzw. den Zeitraum handelt, in dem voraussichtlich der Windows-7-Nachfolger fertig wird. Schließlich hatte Microsoft erklärt, künftig nur noch maximal zwei bis drei Jahre vergehen lassen zu wollen, ehe ein neues Betriebssystem erscheint.

Im August hatte Chris Flores, Direktor bei Microsofts Windows Client Communications Team, in einem Blog-Eintrag erklärt, dass sich die Zahl der 64-Bit-Vista-Rechner stark erhöht habe und damit die Bedeutung des 64-Bit-Betriebssystems zunehme.

Der Trend geht eindeutig hin zu 64-Bit-Betriebssystemen. Der Großteil, der heutzutage ausgelieferten Rechner, wird durch eine 64-Bit-CPU angefeuert. Das zeigt auch ein Blick auf aktuelle Discounter-PCs: Aldi hat zuletzt seine Rechner inklusive 4 GB Arbeitsspeicher - 32-Bit-Vista kann nur 3 GB voll ausnutzen - ausgeliefert, bei denen zwar die 32-Bit-Fassung von Windows Vista vorinstalliert ist, aber ein Recovery-Medium mit einem 64-Bit-Vista mitgeliefert wird. Das ist auch beim aktuellen Aldi-PC der Fall, der ab dem 27.11 erhältlich sein wird.

Bei der Server-Sparte hat Microsoft bereits das Ende der 32-Bit-Ära verkündet: Der Nachfolger von Windows Server 2008, der derzeit unter dem Codenamen Windows 7 Server entwickelt wird, wird nur als reine 64-Bit-Version ausgeliefert werden. Damit erscheint es zumindest realistisch, dass Windows 7 das letzte 32-Bit-Client-Betriebssystem aus dem Hause Microsoft ist.

Ist die Zeit reif, 32-Bit-Betriebssysteme in Rente zu schicken? Sie sind bereits auf die 64-Bit-Fassung von Windows Vista umgestiegen oder haben es mal versucht? Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht? Schreiben Sie doch einfach Ihre Meinung zu diesem Thema im Forum zu dieser Nachricht.

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