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Microsoft fordert Adobe mit Grafik-Software Expression heraus

Microsoft will mit einem neuen Softwarepaket den Grafiksoftware-Hersteller Adobe in seinem angestammten Marktsegment herausfordern.

Microsoft will mit einem neuen Softwarepaket den Grafiksoftware-Hersteller Adobe in seinem angestammten Marktsegment herausfordern. Die Software für Grafik und Web-Design mit dem Namen " Expression " soll Webdesigner professionelle Werkzeuge für Effekte, Illustration und Webgestaltung bieten.

"Wir wollen das, was heute als gut genug gilt, durch integrierte Entwicklung und leistungsfähige Design-Möglichkeiten neu definieren", sagte Microsoft-Manager Eric Rudder am Mittwoch in Los Angeles auf Microsofts Entwicklerforum Professional Developer Conference (PDC).

Das Softwarepaket "Expression", das voraussichtlich Anfang 2006 auf den Markt kommen soll, umfasst das Illustrations-Programm Acrylic, das Design-Werkzeug Sparkle Interaktive Designer und das Layout-Programm für die Gestaltung von Web-Seiten Quartz Web Designer. Die Software-Suite umfasst Werkzeuge sowohl für den professionellen Einsatz als auch für Endverbraucher.

Acrylic steht seit einiger Zeit in Form einer Beta-Version kostenlos zum Download bereit. Weitere Infos hierzu finden Sie in dieser PC-WELT Nachricht .

Grafikdesigner sollen ohne Programmieraufwand frei gestalten können, die Programmcodes werden von der Software automatisch generiert. Die einzelnen Programmteile sollen so aufeinander abgestimmt sein, dass ein reibungsloses Arbeiten gewährleistet ist.

Den Markt für Grafikdesign- und Web-Software dominieren traditionell neben Quark Inc. die Softwarefirmen Adobe Systems und Macromedia mit professioneller Gestaltungssoftware wie Indesign, Golive, Studio oder Flash. Vergangenen Monat hatte Adobe Macromedia für einen Kaufpreis von 3,4 Milliarden Dollar übernommen.

Bereits im April hatte Microsoft ein neues Dokumentenformat angekündigt, mit dem das Unternehmen Adobe und dessen verbreitetes PDF-Format attackieren will. Microsofts XPS (XML Paper Specification) basiert auf der Seitenbeschreibungssprache XML (Extensible Markup Language) und soll sehr viel mehr Flexibilität bieten. Das XPS-Drucker-Format soll im künftigen Betriebssystem Vista integriert sein.

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