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Microsoft erhöht Quartalsgewinn um 5 Prozent

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft Corporation hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2005/2006 einen Rekordumsatz verbucht.

Microsoft erhöhte den Umsatz in dem am 31. Dezember beendeten Dreimonatsabschnitt vor allem mit Hilfe einer neuen Server-Software und der Xbox-360-Spielekonsole. Die kräftige Nachfrage nach Personal Computern half Microsoft beim Verkauf seines Windows XP-Betriebssystems.

Der Umsatz des Branchenführers stieg gegenüber dem zweiten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres um neun Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar (9,7 Milliarden Euro). Der Quartalsgewinn legte um fünf Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar zu. Dies gab Microsoft mit Sitz in Redmond (US-Bundesstaat Washington) am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt.

Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 34 (Vorjahresvergleichszeit:32) Cent. Klammert man einen Steuervorteil von einem Cent je Aktie aus, erfüllte Microsoft die Wall-Street- Gewinnerwartungen von 33 Cent je Aktie. Microsoft hatte in der Berichtszeit hohe Marketing- und Entwicklungskosten für neue Produkte zu verkraften.

Der Halbjahresumsatz stieg auf 21,6 (20,0) Milliarden Dollar. Microsoft verdiente in dem Sechsmonats-Abschnitt 6,8 (6,0) Milliarden Dollar oder 63 (55) Cent je Aktie.

Microsoft-Finanzchef Chris Liddell verwies auf das gesunde Wachstum in den Kerngeschäftsbereichen, wobei sich der Server- und Tools-Bereich besonders positiv entwickelte. Dies sind vor allem auf Unternehmen ausgerichtete Softwaresparten. Im Quartal habe ein wichtiger Produktzyklus begonnen.

Die Nachfrage nach Desktop- und Server-Produkten von Seiten der Unternehmenskunden sei besonders stark gewesen, betonte Kevin Turner. Er ist für das Microsoft-Tagesgeschäft zuständig.

Microsoft erwartet für das dritte Quartal einen Umsatz von 10,9 bis 11,2 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 32 bis 33 Cent je Aktie. Der Jahresumsatz soll auf 44 bis 44,5 Milliarden Dollar zulegen und der Jahresgewinn auf 1,28 bis 1,31 Dollar je Aktie.

Die Server- und Tools-Sparte setzte im zweiten Quartal 2,9 (2,5) Milliarden Dollar um, und die Windows-Sparte 3,5 (3,2) Milliarden Dollar. Mit Office-Software verbuchte Microsoft einen Umsatz von 3,0 (2,8) Milliarden Dollar und mit der Heim- und Unterhaltungssparte 1,6 (1,4) Milliarden Dollar. Hierzu gehört das Xbox-Geschäft. Diese Sparte verbuchte allerdings einen Quartalsverlust von 293 Millionen Dollar gegenüber einem Gewinn von 55 Millionen Dollar im zweiten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Microsoft hatte Ende 2005 rund 34,7 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln und kurzfristigen Investments verfügbar gegenüber 37,8 Milliarden Dollar Ende Juni 2005.

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