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Microsoft entwickelt digitale Brieftasche für Zugangsdaten

15.02.2006 | 11:24 Uhr |

Microsoft bastelt an einem neuen "ID-Managementsystem" für Windows XP und Vista. Damit können Anwender alle ihre Zugangsdaten für Websites zentral im Betriebssystem hinterlegen.

Microsoft will in Windows XP und dessen Nachfolger Vista eine Technologie integrieren, mit der Anwender ihre Passwörter und Zugangsdaten für Websites zentral verwalten können. Das verriet Bill Gates auf der RSA-Konferenz im kalifornischen San Jose.

Das Vorhaben läuft unter dem Codenamen Infocard. Dabei handelt es sich um eine digitale "Brieftasche" (englisch: Wallet), in der Anwender Profildaten und Passwörter für Websites ablegen können. Der Vorteil für den Benutzer. Er muss sich für die jeweiligen Seiten keine Zugangsdaten mehr merken, alles liegt sicher deponiert im Wallet (im Unterschied zum hinlänglich bekannten Passport-System werden die Daten nicht auf einem Microsoft-Server abgelegt). Microsoft zielt mit diesem Projekt besonders auf sicherheitsrelevante Zugangsdaten, also Passwörter für E-Commerce-Seiten und für Online-Banking beispielsweise.

Infocard wird sowohl über die Systemsteuerung von Windows XP/Vista als auch über den Internet Explorer 7 zugänglich sein. Damit der Nutzer diese Funktion aber einsetzen kann, müssen die betreffenden Websites Infocard unterstützen. Deshalb will Microsoft Web-Programmierern Zugang zu dieser Technologie geben. Auf dieser Seite stellt der Redmondern Konzern bereits ein 4,6 MB großes Entwicklerkit mit Beispielen für Infocard zum Download bereit.

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