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Microsoft entlässt erneut Mitarbeiter

23.10.2015 | 11:35 Uhr |

Microsoft entlässt weitere 1000 Mitarbeiter. Verschiedene Geschäftsbereiche und Länder seien davon betroffen.

Microsoft hat heute seine neuesten Quartalszahlen vorgelegt und kann eine Zunahme des Netto-Gewinns melden. Das hindert den Redmonder Konzern aber nicht daran, weitere 1000 Mitarbeiter zu entlassen, wie US-Medien berichten. Microsoft hat diesen neuen Stellenabbau noch nicht offiziell bestätigt. Gegenüber der Microsoft-Kennerin Mary Jo-Foley sollen Microsoft-Mitarbeiter zwar ebenfalls nicht die genaue Zahl bestätigt haben, wohl aber die Entlassungen als solche.

Laut Jo-Foley würde Microsoft die Stellen über mehrere Geschäftsbereiche und Länder hinweg abbauen. Der Stellenabbau sei erforderlich, um das Geschäft an die wirtschaftlichen Notwendigkeiten anzupassen. Microsoft soll laut Jo-Foley auch einigen Unternehmen kündigen, die bisher für Microsoft gearbeitet haben.

Diese 1000 abgebauten Stellen (rund 1 Prozent aller Microsoft-Mitarbeiter) kommen noch zu den bereits im Juli 2015 bekannt gegebenen 7800 wegfallenden Arbeitsplätzen hinzu. Im Jahr 2014 hatte Microsoft zudem schon 18.000 Mitarbeiter entlassen. Das war der größte Stellenabbau der Microsoft-Geschichte.

Neue Quartalszahlen
 
Microsoft hat neue Quartalszahlen vorgelegt. Für das erste Quartal des Geschäftsjahr 2016. Der Netto-Gewinn stieg gegenüber dem gleichen Quartal des Jahres 2014 um 2 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar (4,13 Milliarden Euro) . Dieser Gewinnanstieg erfolgte entgegen den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz ging aber im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12 Prozent zurück auf 20,38 Milliarden Dollar. Die Börse honorierte den unerwarteten Netto-Gewinnanstieg mit einem Sprung des Aktienkurses um 8 Prozent im nachbörslichen Handel.

Azure boomt, Windows schwächelt
 
Vor allem die   Azure Cloud Services trugen zum Erfolg bei: Dort hat sich der Umsatz verdoppelt. Der Umsatz mit Office 365 stieg ebenfalls stark und zwar um fast 70 Prozent. Besonders stark ging dagegen der Umsatz in der Sparte „More Personal Computing“ zurück. Hierunter fasst Microsoft Windows, Smartphone, Hardware und Xbox  sowie die Websuche zusammen. Der Umsatz dieser Sparte sank um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf jetzt 9,4 Milliarden Dollar.

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