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Microsoft drängt auf den afrikanischen Markt

Microsoft möchte sich auch in Afrika etablieren und hat zu diesem Zweck Word und Excel in einer Suaheli-Version auf den Markt gebracht. Eine lokalisierte Windows-Version soll später folgen. Darüber hinaus sind Programme in den Sprachen Zulu und Haussa geplant.

Microsoft drängt auf den afrikanischen Markt. Mehrere Programme, unter ihnen Word und Excel, sind seit Mittwoch in einer Suaheli-Version auf dem Markt. Die Verkehrssprache in Ostafrika wird von etwa 110 Millionen Menschen gesprochen. "Wir wollen, dass mehr Menschen aus unserer Region Zugang zu moderner Technologie haben", sagte Sandra Aluoch von der African Virtual University, die an der Übersetzung beteiligt war. Eine Version der Betriebssoftware Windows soll später folgen. Für viele Begriffe haben sich allerdings längst Begriffe durchgesetzt, die aus dem Englischen kommen, angefangen bei "kompyuta".

"Die Entwicklung der Programme war schon deswegen nicht einfach, weil wir in Kenia oft Stromausfälle hatten", sagt Aluoch. "Außerdem konnten sich Suaheli-Sprecher aus Kenia und Tansania oft nicht auf einen gemeinsamen Ausdruck einigen." Obwohl die meisten Computernutzer in Afrika gut Englisch sprechen, ist es für viele Afrikaner eine Frage des Stolzes, Software in einer afrikanischen Sprache zu verwenden. Microsoft plant außerdem Programme in Zulu, das in Südafrika gesprochen wird und in Haussa, das viele Nigerianer sprechen.

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