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Microsoft dementiert Linux-Gerüchte

12.12.2002 | 13:10 Uhr |

In einer eilig versandten Presseerklärung hat Microsoft Deutschland am Mittwochabend auf die derzeit durchs Web geisternden Gerüchte reagiert, laut denen die Windows-Company demnächst Linux-Software anbieten würde. Darin dementiert der Redmonder Riese, Serversoftware speziell für Linux herstellen zu wollen.

In einer eilig versandten Presseerklärung hat Microsoft Deutschland am Mittwochabend auf die derzeit durchs Web geisternden Gerüchte reagiert, laut denen die Windows-Company demnächst Linux-Software anbieten würde, wie der Tecchannel berichtet .

Marktforscher der Meta Group hatten vorausgesagt, dass Microsoft aus rein wirtschaftlichen Gründen Ende 2004 Linux-Software verkaufen müsse. Die Rede ist von Linux-Versionen zur .Net-Technologie, zu Exchange, zum Web-Server IIS und zum Datenbank SQL-Server. Grund sei die zunehmende Verbreitung des Open-Source-Systems. Spätestens 2007 würden rund die Hälfte aller Server mit Linux betrieben, so die Meta Group. Erste Linux-Produkte von Microsoft sollten deshalb bereits Ende 2004 erhältlich sein.

Zwar hatten einen entsprechenden Bericht der Nachrichten-Agentur Reuters schon US-Sprecher von Microsoft dementiert. Der Software-Gigant nimmt die Sache aber anscheinend so ernst, dass er sich noch zu einem Dementi aus Deutschland genötigt sah. Microsoft meint:

"Windows bietet seinen Kunden einen höheren Einsatzwert und langfristig niedrigere Betriebskosten als jedes andere Betriebssystem. Um es klar auszudrücken: Microsoft wird keine Serversoftware speziell für Linux herstellen."

Interessant ist die Formulierung "speziell für Linux". Damit lassen sich die Redmonder ein Hintertürchen offen. Wer unbedingt an die Akzeptanz von Linux durch Microsoft glauben will, kann sich beispielsweise einen "Internet Information Server" vorstellen, der für Windows und Linux erhältlich ist.

Warum Linux auf dem Desktop nicht zu Potte kommt (PC-WELT Online, 10.12.2002)

Microsofts Deutschlandchef ein ehemaliger Linux-Verfechter (PC-WELT Online, 30.10.2002)

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